# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1864_S148 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 148 Litterarische Intelligenzen. thons vollendet ist, soll nun, wie der Titel zeigt, in gleicher Gestalt die voll⸗ ständige Sammlung der Werke Calvins folgen, und darin auch dessen bisher noch ungedruckte Schriften Aufnahme finden. Jeder einzelnen Schrift wird eine bibliographisch-literarische Einleitung vorangeschickt werden, welche theils vom Ursprung und der geschichtlichen Bedeutung derselben handeln, theils deren zu Lebzeiten des Verfassers veranstaltete Ausgaben kritisch genau ver⸗ zeichnen und beschreiben wird. Bei allen mehrmals herausgegebenen Schrif⸗ ten werden am Rande die etwaigen Varianten angemerkt werden, ohne alle unnütze und übertriebene Gewissenhaftigkeit. Den Schluß des Ganzen wer⸗ den, außer dem vollständigen Verzeichnisse aller seit Calvins Tode erschienenen Ausgaben und Uebersetzungen, ausführliche wesentlich auf die Correspondenz gegründete biographische Jahrbücher (Annales Calviniani) bilden, sowie voll⸗ ständige, für die Bedürfnisse unserer Zeit berechnete Namen⸗, Stellen⸗ und Sachregister. Anzeige für Pastoren. So lange das hiesige wissenschaftliche Predigerseminar besteht, ist in den dogmatischen Vorlesungen folgendes Werk zu Grunde gelegt worden: Jo. Guilielmi Baieri Compendium Theologiæ Positivæ, adjectis notis am- plioribus, quibus doctrina orthodoxa ad παιδείαν academicam explicatur, atque ex scriptura sacra, eique innixis rationibus theologicis confirmatur. Welche Vorzüge dieses dogmatische Compendium vor allen andern habe, haben wir den Lesern dieser Zeitschrift schon in einem früheren Jahrgang in dem Artikel: „Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek“ (s. Jahrg. I., S. 341—343), dargelegt. Ein Nebengrund für die Wahl desselben, der aber für uns eine conditio sine qua non war, war dieser, daß dieses Compendium unter allen Lehrbüchern dieser Gattung am leichtesten in dem antiquarischen Buch⸗ handel zu haben war. Es hat dasselbe nehmlich vom Jahre 1686 an, wo es das erste Mal erschien, bis zum Jahre 1750, wo es das letzte Mal erschienen zu sein scheint, wenigstens dreizehn Auflagen erfahren, auch ist es von ver⸗ schiedenen, zum Theil angesehenen Theologen (z. B. von Joh. Fabricius 1696, Joh. Andr. Schmid 1699, Joh. Abr. Kromayer 1715, Christoph Wilhelm Schneier 1697, Sam. Nitschmann 1701, Joh. Sam. Tromsdorf 1714 u. A.) theils commentirt, theils epitomirt worden. In den letzten Jahren ist es jedoch immer schwieriger geworden, die für den Bedarf unserer Anstalt nöthigen Exemplare aufzutreiben. Schon mehrere der hiesigen Studenten haben sich damit begnügen müssen, sich mit dem von einem ihrer Commilitonen täglich entlehnten Exemplar zu behelfen, was natürlich mit vieler Unbequem⸗ lichkeit für Borger und Leiher verbunden war. Dieses hat uns denn auf den Gedanken gebracht, ob es nicht möglich sein sollte, das Buch wieder aufzulegen, obgleich es über 800 Octavseiten in sehr kleinem und compressem Drucke um⸗ faßt. Die Sache wurde dem rühmlichst bekannten Buchhändler Herrn Liesching in Stuttgart vorgelegt, und dieser hat sich denn anheischig gemacht, einen un⸗