# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1864_S135 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Der Bund der Schwesterkirchen. 135 „lutherische der päbstlichen nicht. Und beide haben wieder noch je eine Schwester hinter sich: die griechische und die reformirte, auf die sie nach Gottes Vorsehung angewiesen sind. Noch keine von diesen vieren hat ihre Mission erfüllt, zu der sie der Herr verordnet hat; jede hat noch eine köstliche Arbeit vor sich nach außen und nach innen. Darum hat bis jetzt Niemand Ursach, seine Kirche zu wechseln; es würde doch immer nur darauf hinauslaufen, für einen Thaler anderthalb Gulden oder dreißig Silbergroschen einzutauschen, und das mag bisweilen in der Form bequemer und individuellen Bedürfnissen entsprechender sein, in der Sache selbst aber ist nichts gewonnen oder verloren, oder wenigstens ebensoviel gewonnen, als verloren. Ein jeglicher bleibe in dem Beruf, darinnen er berufen ist, nicht um weltlicher Indifferenz willen, die gar keine verschiedenen Pfunde kennt, sondern um christl. Nüchternheit willen, die nur mit dem Pfunde zu wuchern trachtet, welches sie bekommen hat. Die Zeit wird schon kommen, wo der Herr seine Knechte alle wieder zu einem Hauswesen vereinigt. Das Hauswesen der Irvingianer ist eine seltsame Schwärmerei, weil demselben Apostel vorstehen (der Pabst ist ein besserer Vorstand!) [Einschaltung des Abschreibers], die den Herrn nie mit Augen gesehen und mit Händen betastet haben, und also von ihm nichts anderes zu bezeugen wissen, als wir andern auch. Aber ein Zeichen der Zeit ist es doch. Kommt der Herr jetzt auch nicht so wieder, wie die Irvingianer ihn erwarten, so kommt er doch jedenfalls in furchtbaren Gerichten, die am Hause Gottes anfangen und an der Welt sich vollenden; und diese Zeit der Noth, wo die gesammte Kirche in Lehre, Verfassung und Gottesdienst, in die Hände der Welt wird überantwortet sein, die wird die Kirche einigen, (nicht die Eine Wahrheit, nicht der rechte einige Glaube) [Anm. des Abschreibers]; und wann die Welt über dem Grabe der Kirche (also geht es mit ihr wirklich ganz abe; sie wird mausetodt) [Anm. des Abschreibers] sich selber zerfleischt, dann wird die Todtgeglaubte auferstehen (natürlich aus nichts; denn die Lehre ist auch der Welt überantwortet und natürlich von ihr todtgemacht) [Anm. des Abschreibers] und ihre Mörderin heilen, die Schweißtücher und Leichenbinden ihrer alten Zwistigkeiten aber werden im Grabe zurückgeblieben sein.“ (Denn der Teufel ist alsdann auch todt, oder bekehrt; die Welt ist geheilt, also auch todt; und das Fleisch wird auch todt sein müssen, weil es sich ohne die beiden Freunde unmöglich halten kann. — O süßer, erquickender, entzückender Gedanke einer zukünftigen Capital-Universal-Union des Friedens und der Liebe!) [Anm. des Abschreibers.] Gegen so Etwas auch Etwas zu schreiben, kann einen wirklich ein Zorn ankommen, auch wenn man sonst nicht ans Schreiben gedacht hat, und es gerne einem Besseren überlassen möchte. Man denkt, solche Ideen oder Leute