# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1864_S88 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 88 Litterarische Intelligenzen. als ein gesundes sich offenbart, da wirkt es wohlthätig zurück auf Zusammenschließung zu einem größeren Ganzen, und befähigt zum gemeinsamen Wirken für das Gedeihen des letzteren. Möge der HErr Jesus Christus alle Theile unserer theuren lutherischen Kirche tüchtig machen durch Seinen Geist, die ihnen gestellte Aufgabe zu erfüllen, und das Werk ihrer Hände fördern, jetzt und in künftigen Zeiten nach Seiner grundlosen Barmherzigkeit, Amen! Litterarische Intelligenzen. In der Meyer'schen Hofbuchhandlung in Detmold haben jetzt die Presse verlassen: D. M. Lutheri Colloquia etc. ed. ab H. E. Bindseil, Prof. Tom. I. Gr. 8. geh. 2 Rthl. — In diesem Werke, dessen erstem Bande der dasselbe abschließende zweite bald nachfolgen wird, werden die lateinischen Tischreden Luthers zum ersten Male dem Publicum in der Gestalt dargeboten, in welcher sie in der Handschrift von 1560 der hallischen Waisenhaus-Bibliothek sich finden. Zwar hatte schon im Jahre 1575 H. P. Rebenstock, Prediger zu Eschersheim, in seiner zu Frankfurt a. M. erschienenen Ausgabe (2 Bde. kl. 8°.) diese lat. Tischreden aus einer ähnlichen Handschrift veröffentlicht, jedoch nicht treu, wie sie ihm darin vorlagen, sondern so, daß er alles darin dem Lateinischen beigemischte Deutsche für die des Letztern Unkundigen ins Lat. übersetzt hat. Schon Schelhorn schreibt in seinen Ergötzlichkeiten: „Sie sind gar selten zu finden, weil sie nicht wieder aufgelegt worden und begreifen manche merkwürdige Sachen in sich, die in den deutschen Tischreden nicht stehen. Nur Schade ist's, daß sie mit so vielen Druckfehlern befleckt sind.“ (I. 295. f.) Gesammelt wurden sie von Anton Lauterbach, erstem ev. Superintendent zu Pirna in Sachsen. Jene Handschrift, welche der neuen Bindseil'schen Ausgabe zum Grunde liegt, wurde erst durch den gegenwärtigen Herausgeber im J. 1848 bekannt gemacht. Der Plan der neuen Edition besteht darin, daß die Handschrift zwar im Texte nach ihrer aus Lateinischem und Deutschem gemischten Sprache treu abgedruckt ist, jedoch mit Berichtigung der darin sich findenden Fehler, und daß ferner in den zahlreichen Anmerkungen 1. alle einer solchen Berichtigung bedürftigen Stellen, 2. sämmtliche Verschiedenheiten der Rebenstock'schen Ausgabe verzeichnet, und 3. kurze Verweisungen auf entsprechende Abschnitte der deutschen Tischreden gegeben sind. Die speciellere Vergleichung der lat. und deutschen Tischreden wird nebst vielem Andern den mehrfachen Registern vorbehalten, welche den zweiten Band abschließen werden. Kirchlich⸗Zeitgeschichtliches. I. Amerika. „Die südliche bischöfliche Methodistenkirche“, so schreibt der Apologete vom 25. Jan., „hat ihre ganze Existenz an die Rebellion geknüpft und muß mit ihr entweder sich erheben oder untergehen. Man wird die Erfahrung machen, daß die große Mehrheit der südlichen Methodisten vom Strome der Secession fortgerissen wurden, und daß sie, wenn sie zur Kirche zurückkommen, als solche kommen werden, welche die Sache des Südens als hoffnungslos aufgegeben haben und sich nun einem Loose fügen, welchem sie selbst