# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1864_S61 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Kirchlich-Zeitgeschichtliches. 61 klaren und zu dem Leibe der christlichen Heilswahrheit als Glieder gehörigen Lehren des Wortes Gottes für menschliche Speculationen und für unsere Privatmeinungen erklären würden. Wir müssen uns darum von der sogenannten amerikanisch⸗lutherischen Kirche fern halten, obwohl wir mit blutendem Herzen sehen, welch ein unaussprechlicher Segen darauf ruhen würde, wenn wir mit derselben innerlich und äußerlich geeint das Werk des HErrn in diesem unserem theuren Vaterlande treiben könnten. Generalsynode. Der „Lutheran and Missionary“ vom 31. Dec. v. J. weist schlagend nach, daß alle die Bestimmungen, nach welchen ein Glied der Generalsynode von irgend einer Lehre der Augsb. Conf. abzugehen berechtigt sein soll, auch innerhalb der Generalsynode keine Rechtsgültigkeit haben, daß wir in der That kaum etwas Stichhaltiges dagegen anzugeben wüßten. Das genannte Blatt tritt mit jeder Nummer entschiedener auch für das formelle gute Recht der reinen Lehre innerhalb jenes Körpers auf und es scheint dasselbe darin auch immer mehr Boden zu gewinnen. Wir freuen uns dessen von ganzem Herzen. In jener Nummer scheut sich der Redacteur nicht, u. A. Folgendes zu schreiben: „Keine Synoden sind unbezweifelter auf der Lehrbasis der Generalsynode, als jene Synoden, welche gegenwärtig nicht bei ihr sind. Die Missouri⸗Synode ist gewißlich auf dieser Basis, selbst wenn ihre Feinde Richter darüber sind; während die Platform-Synoden nicht darauf stehen, selbst wenn viele ihrer Freunde Richter darüber sind. Was wir meinen, ist dieses, daß, während es gewiß ist nach irgend einer Theorie, daß die Missouri⸗Synode die fundamentalen Lehren der Bibel, wie sie von unserer Kirche gelehrt werden, festhalte, es nicht gewiß ist, daß andere Synoden dies thun. Die Idee, daß gewisse Synoden kraft der offenen Verwerfung von Lehren, die von unserer Kirche gelehrt werden, auf irgend eine oder andere Art eigentlicher auf der Basis der Generalsynode stehen, ist eine solche, die eine unglaubliche Stupidität oder eine muthwillige Neigung, Thatsachen zu verkehren, in sich schließt.“ „Die americanisch⸗lutherische Kirche.“ Ein Artikel des Lutheran and Missionary vom 24. Dec. v. J., mit dieser Ueberschrift, beginnt folgendermaßen: „Gibt es ein solches Ding wie eine amerikanisch⸗lutherische Kirche, verschieden von dem, was in der Geschichte als die evangelisch⸗lutherische Kirche bekannt ist? Wir erwiedern: nein. Es mag eine Abtrünnigkeit von Individuen bis zu einer gewissen Ausdehnung von dem Glauben der Kirche gehen, aber dies macht an sich selbst nicht eine neue Kirche. Es gibt kein solches Ding wie eine „amerikanisch⸗lutherische Kirche“ in einem anderen Sinne, als in diesem — daß es eine evangelisch⸗lutherische Kirche in Amerika gibt, welche in den Lehren des Evangeliums und in der rechten Verwaltung der Sacramente Eine ist mit der evangelisch⸗lutherischen Kirche allenthalben, wo sie sonst sein mag. Es gibt nur Eine lutherische Kirche in der Welt, und wenn wir nicht zu ihr gehören, gehören wir zur lutherischen Kirche ganz und gar nicht.“ Die hierauf folgende vortreffliche Kritik der sogenannten amerikanisch⸗luth. Kirche schließt mit folgendem Resumé: „Die „amerikanisch⸗lutherische Kirche“ entbehrt dreier Elemente, um ihren Namen zu rechtfertigen. Sie ist nicht amerikanisch — das ist ihr erster Mangel. Ihre fundamentalen Principien wurden von alten Irrlehrern behauptet, erneuert zum Theil durch Zwingli, in anderen Theilen von wiedertäuferischen Schwärmern, und ausgeführt durch Socinianer und Rationalisten. Diese Principien sind einfach eine Adoption und Anpassung europäischen Irrthums und sind nicht amerikanisch. Diese sogenannte Kirche ist nicht lutherisch — das ist ihr zweiter Mangel. Ihr ganzes Sonderleben geht auf Ableugnung des lutherischen Glaubens. Sie ist nicht eine Kirche — das ist ihr dritter Mangel. Sie hat keine gesonderte Organisation, keinen Namen, kein Glaubensbekenntniß, keine Geschichte. Nicht amerikanisch, nicht lutherisch, und nicht eine Kirche, wo und was ist „die amerikanisch⸗lutherische Kirche?““ Der Lutherische Kirchenbote wird hochkirchlich! Bisher hat der Luth. Observer vielfach über die Hochkirchlichkeit des Lutheran and Missionary darum geklagt, weil letzterer immer entschiedener für die rein lutherische Lehre in die Schranken tritt. Mittlerweile kommt der Lutherische Kirchenbote, des Observers Busenfreund — welche Nemesis! — mit offenbar hochkirchlichen Ideen in voller Waffenrüstung heraus. In seiner