# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1864_S57 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Wie und warum Herr Dr. Seyffarth so zornig ist? 57 6, 8. 9. Col. 4, 1., hingewiesen, in welchen gezeigt wird, wie sich die Herren ihren Knechten gegenüber zu verhalten haben. Wir erinnern hier auch noch an die Stellen, in welchen die heil. Schrift von Menschendiebstahl oder von der Verkaufung einer freien Person in Sclaverei und deren Strafe redet, 1 Tim. 1, 10. Exod. 21, 16. Deut. 24, 7. Dafür nun auf gesetzlichem Wege mit allen möglichen Mitteln zu wirken, daß jene göttlichen Regeln von den Herren beobachtet und daß die Beobachtung derselben auch von der Obrigkeit überwacht werde, das achten wir daher für die wahre Aufgabe eines jeden Christen, wenn er in einem Staate wohnt, in welchem Sclaverei staatsgesetzlich anerkannt ist. Solche Bestrebungen, bei denen man zwar die Knechtschaft selbst stehen ließe, aber für eine christliche, gerechte, der Liebe gemäße Gestaltung dieses politischen und ökonomischen Verhältnisses Sorge trüge, würden Gott zu Ehren und den Menschen zum Heil gereichen und darum des brünstigsten Eifers eines wahren Christen würdig sein. Sie würden nicht Empörung, Krieg, Blutvergießen, sondern Ruhe, Frieden und Wohlfahrt in ihrem Gefolge haben und sowohl das Herrn-, als das Knechtsverhältniß in eine gesegnete Schule des Glaubens und der Liebe, der Demuth, der Geduld und aller andern christlichen Tugenden verklären.“ Keiner von den vielen Feinden der Missouri⸗Synode, von den Methodisten und Albrechtsleuten an bis zu den Generalsynodalisten, Ohio⸗Leuten und Grabau hin, hat es gewagt, auch nur ein Wort gegen den Aufsatz des Hrn. Prof. Walther zu schreiben, denn entweder hätten sie gegen Gottes offenbare Wahrheit ankämpfen müssen, oder sie hätten zu Sophistereien, betrügerischer Consequenzmacherei, Verdrehung des eigentlichen Fragepunktes, oder gar zu boshafter Insinuation politischer Motive ihre Zuflucht nehmen müssen. Das hat doch keiner gewollt, dessen würden sie sich geschämt haben. Nur Seyffarth's gekränkte Eitelkeit war fähig, in wirklich „schamloser Frechheit“ Folgendes zu schreiben: „Es ist die Pflicht der Synode (nämlich der Missouri⸗Synode), denselben (Prof. Walther) von der Redaction beider Synodalblätter zu entfernen. Ein Mann, der Menschendiebstahl und Menschenraub zu einer „göttlichen Ordnung“ macht, gesetzliche Ausschließung des Sklaven von kirchlichen und staatlichen Rechten, gewaltsame Trennung der Ehen, antichristliche Behandlung der Leibeigenen für keine Sünde erklärt, der für die Erhaltung und Verbreitung eines Instituts, das tausendfältigen Mord hülfloser Menschen, Unzucht, Blutschande, Raub, Meineid, Rebellion gegen die von Gott eingesetzte Obrigkeit erzeugt, fortwährend beiträgt; ein Mann, der Jeden, welcher nicht ebenso denkt und handelt, von der lutherischen, also auch christlichen Kirche ausschließt und verdammt; ein Mann, der den Krieg gegen Rebellen in einen Kampf gegen Gottes Gebote verwandelt und zum Widerstande gegen die Obrigkeit herausfordert; ein Mann, der es durch seine Verleumdungen, Beschimpfungen und Grobheiten so weit gebracht hat, daß in allen Vereinigten Staaten das Wort „Missourier“ so viel bedeutet, als einen schlechten Menschen; ein Mann, der die Inspi⸗