# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1864_S40 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 40 Einiges über die Lehre des Oberkirchencollegiums der ev.⸗luth. Kirche in Preußen ꝛc. mittelbaren Beruf des heil. Geistes herkommt, in der Welt fort und fort jene herrlichen Dinge verkünden; dieß, dieß Alles ist es, was der Sohn Gottes befohlen hat und darum göttlichen Gesetzes ist. Man bringe auch nur eine einzige Stelle, in welcher uns das Haupt der Kirche, welches Macht hat über alles Fleisch, etwas Anderes noch gibt, als entweder die Verheißungen des Evangeliums oder die Bestätigung des heiligen Naturgesetzes! Dem Amt der Kirche ist keine Scheidung im Begriff gegeben. Es begreift wesentlich die Schlüssel des Himmelreichs in sich, eine Gewalt der Kirche selbst, und damit nun Alles, was daraus folgt; es ist daher dasjenige des Worts, dadurch allein aus dem Glauben die Kirche auf Erden wird und bleibt. Gott hat kein bestimmtes Verhalten im äußeren Organis⸗ mus der Kirche, der selbst nicht unmittelbar göttlichen Ursprungs sein, sondern nur aus der unsichtbaren Schöpfung des heil. Geistes d. i. der Kirche im Geist und Glauben hervorgehen kann, angeordnet. Die letztere thut dies frei, vermöge ihrer geistlichen Gaben, damit das Gebot der Liebe sich im Frieden zur Erbauung vollziehen könne. Gleichwie die Unterscheidung im Begriff der Kirche zwischen einer Gemeinschaft des Heils und einer verfaßten ein schwerer Irrthum ist, so ist nicht minder gefährlich der diesem consequente, zuerst ein Amt der irdischen und eins der himmlischen Güter in die Natur der Kirche zu setzen, und zweitens das letztere als Amt des Worts in zwei der falschen Unterscheidung der Kirche ganz entsprechende Seiten zu zerlegen, nur daß die geordnete Aufrichtung der Aemter selbst der anderen Seite der letztern angehört. Gleichwie die Kirche wesentlich nur die Gemeinde der Gläubigen ist, so ist das Amt derselben wesentlich nur die Predigt vom Glauben. Diese ist Ein Dienst im eigentlichen Sinn des Worts, aus dem heil. Geist, in Christi Erlösungsdienst durch Seine Knechtsgestalt wurzelnd, ein Knechtsberuf um Jesu willen. Ein Ordnungsamt coordinirt sich und bedingt so wenig dieses ursprüngliche Gnadenmittelamt, als die geordnete Kirche die fundamentale Seite bedingt. Christus ist das erhöhete Haupt nur von denen, welche da⸗ durch, daß sie die allgemeine Versöhnung mit Gott glauben, mit Ihm in einem solchen Zusammenhang stehen, daß sie nicht bloß in Ihm — natürlich — leben, sondern auch — ein geistliches Leben haben, das aus dem Leben Christi im Geiste stammt, so daß — Er in ihnen lebt. Wo des Wortes Amt ist, da ist des Glaubens Leben, und wo dieses ist, da ist des Wortes Amt; die andern Aemter sind erst die mancherlei Ausflüsse, welche dieser einigen Quelle entspringen. Durch die geistlichen Gaben will der, welchem sie vor⸗ zugsweise als von Ihm mitgetheilt zugeschrieben werden, (wie die Bedienungen derselben dem HErrn d. i. Christo, die Kräfte hierzu dem Vater als Urquell vornehmlich zukommen, 1 Cor. 12, 4—6.), den Sohn Gottes in Seiner Kirche verklären (nicht im Herzen, was Er durch den Glauben thut), welcher den heil. Geist ihr erworben hat. Wie der seligmachende Glaube die Be⸗ dingung ist, daß eine Kirche auf Erden sein kann und mit ihr das Amt des Worts, so sind die zur Seligkeit nicht nothwendigen geistlichen Gaben die Bedingungen der übrigen Aemter. Sie dienen zur Verklärung Christi