# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Januar 1864_S7 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Einiges über die Lehre des Oberkirchencollegiums der ev.⸗luth. Kirche in Preußen ꝛc. 7 nach dem alten Menschen. Freilich sind die Gläubigen allemal sichtbare Menschen, aber als solche gehören sie in das Reich der Natur, nach Leib und der durch den Leib kennbaren Seele, soweit sie beide ein Geschaffenes sind; als solches ist der gläubige Mensch noch nicht Christi Glied. Letzteres ist er nur, insoweit er im Reich der Gnade ist. Christus, bloß und ausschließlich „das Haupt von unsichtbaren Subjekten“ in obiger Bedeutung, kann darum ferner nicht als solches „das Haupt der sichtbaren Versammlung“ sein. Die A. K. versteht unter „Versammlung“ gar nichts Anderes, als die geistliche, unsichtbare, sonst könnte sie nicht sagen „aller Gläubigen;“ das Haupt der beigemischten Gottlosen und Heuchler ist nicht Christus, sondern Belial; sie kommen nur in Betracht, insofern sie Glieder der Kirche sind nach der äußerlichen Gestalt derselben, und das geschieht insonderheit aus dem Grunde, aus welchem eben der 8. Artikel dem 7. beigefügt ist, wie es denn überhaupt nicht geleugnet werden darf, daß die unsichtbare Kirche zugleich als sichtbare bestimmt werden müsse, auf daß wir uns nicht träumen lassen, es könne außerhalb des Wortes Gottes und der heil. Sakramente — gleichviel, durch wen verwaltet — Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit, Erkenntniß des Heils, Glaube, Anrufung des Namens des HErrn gefunden werden; und dieser Sichtbarkeit Gränze ist eine genau abgezeichnete, von der Versammlung der Ungläubigen diejenige der Kirche abzusondern, aber allerdings eine fließende, zu erkennen unmögliche, die todten Glieder alle von den lebendigen zu unterscheiden. Was den Ausdruck „todte Glieder“ betrifft, so wird durch und mit demselben die Kirche nie als Leib Christi, der gar keine todten Glieder haben kann, sondern als Leib überhaupt genommen, insofern ein solcher aus lebendigen und todten Gliedern bestehen mag; die todten Glieder sind nicht Glieder der unsichtbaren Kirche, sondern nur der sichtbaren (entweder in der Allgemeinheit, Katholizität, oder einer partikularen) Kirche, sofern diese mit den lebendigen und todten ein Ganzes ausmacht, einen Leib überhaupt, wie das Unkraut kein Theil des Weizenackers ist als solchen, aber doch ein Theil des Ackers, sofern derselbe ein aus Weizen und Unkraut bestehendes Ganze ist.*) Und so wird in den Schmalk. Artikeln „Christus an⸗ *) Man vergleiche hierzu folgende Stellen der Apologie: „Darum in welchen Christus durch seinen Geist nichts wirket, die sind nicht Gliedmaßen Christi. Und das bekennen auch die Widersacher, daß die Bösen allein todte Gliedmaßen der Kirche sein.“ F. 62. a. — „Denn man muß ja recht eigentlich wissen, wodurch wir Gliedmaßen Christi werden, und was uns macht zu lebendigen Gliedmaßen der Kirche ꝛc.“ — F. 62. b. unten. — „Denn es ist gewiß, daß alle Gottlosen in der Gewalt des Teufels seien und Gliedmaßen seines Reichs ꝛc.“ F. 63. a. — „Und da Christus spricht: Das Himmelreich ist gleich einem Netze ꝛc., will er nicht, daß die Bösen die Kirche seien, sondern unterrichtet, wie die Kirche scheinet in dieser Welt. Darum spricht er, sie sei gleich diesen ꝛc. Und lehret uns Christus damit also, daß die Gottlosen, ob sie wohl nach äußerlicher Gesellschaft in der Kirche seien, doch nicht Gliedmaßen Christi, nicht die rechte Kirche seien, denn sie sind Gliedmaßen des Teufels.“ F. 63. b. — „Und wir bekennen doch auch, daß — viel Heuchler und Böse in der Kirche seien unter den rechten Christen, welche auch Glieder sind der Kirche, sofern äußerliche Zeichen betrifft.“ F. 65. a. — „Dieses achten wir, soll genug sein zu schützen und zu erhalten die Definition, da wir gesagt, was die