# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_November 1863_S342 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 342 Bericht der sechsten ord. Synodalversammlung der norweg.-evang.-luth. Kirche. Beispiele zu erwiedern, indem er von den meisten behauptete, daß sie nur von einer zeitweiligen nicht allgemeinen Bedeutung gewesen, da sie rasch und zum Theil auf des Apostels eigne Veranstaltung in Brauch gekommen seien und nur in einzelnen Gemeinden stattgefunden hätten, wie sie denn auch sonderliche, nicht überall und allezeit stattfindende Veranlassungen gehabt. Wenn der Apostel 1 Cor. 7. einmal sagt: „Ich, nicht der HErr,“ so meine er (Clausen), dieser Zusatz zeige, daß, wenn derselbe nicht stehe, der Apostel allezeit in des HErrn Namen geredet habe. Zu der Stelle im Jacobus bemerkte er, das Wesentliche in dem Befehl sei nur gewesen, daß man über die Kranken beten solle, übrigens komme der hinzugefügte Befehl, sie mit Oel zu salben, nur an dieser einen Stelle der Schrift vor und könne deshalb nicht als so bindend angesehen werden. Es wurde nun zunächst darauf aufmerksam gemacht, wie Clausen begonnen habe von der Schöpfung an eine Stelle in h. Schrift zu finden, welche bewiese, daß uns der Sonntag von Gott auferlegt sei, habe aber keine finden können. Später sei er darauf stehen geblieben, daß derselbe eine apostolische Anordnung und bei den ersten Christen im Brauch gewesen sei; wie wenig aber das uns verpflichte, sei ihm an mehreren Beispielen genugsam bewiesen worden und da sei er denn bei seinem kläglichen Versuch darauf zu erwiedern am Ende zu der Behauptung gekommen, daß eine Stelle in heil. Schrift nicht genug sei, die Wahrheit eines Satzes zu beweisen. Wenn ein Christ und Lehrer in der Kirche eine solche Behauptung machen könne, so finde man es nicht länger mit der Würde einer christlichen Synode übereinstimmend, mit einem solchen zu verhandeln, und es müsse ihm erst eine Erklärung abgefordert werden, ob es wirklich seine Herzensmeinung sei, ein so schreckliches Ding zu sagen, als er gesagt habe. Ferner wurde darauf aufmerksam gemacht, daß Clausen ausdrücklich erkannt habe, der Sonntag sei uns Christen nicht befohlen, daß er ihn auch nicht von einem Worte Gottes, sondern von der Apostel Brauch und Praxis hergeleitet habe, und da habe er die frevele Verwegenheit gehabt, das falsche Lehre zu nennen, daß man nicht alles, was die Apostel im Brauch gehabt, als göttliche Anordnung für uns erkennen wolle. Außer den oben zum Gegenbeweis angeführten Beispielen wolle man jetzt nur noch eins anführen, was Christus selbst gethan, nämlich die Fußwaschung, die doch niemand, außer der Papst, zu einem Gebot für uns machen werde. So uns an Christi und der Apostel Exempel und Brauch verbinden wollen hieße nichts anderes, als sich in die Botmäßigkeit des Papstes begeben; und sagen, daß Etwas, wovon man selbst erkenne, daß es nicht in Gottes Wort befohlen sei, dennoch eine göttliche Anordnung wäre, sei eine Verspottung Gottes. Gegen Clausens Beweisführung aus Marc. 2, 27. wurde angeführt, daß, wenn dieselbe irgend eine Bedeutung haben solle, Christus nothwendig von dem Sabbath geredet haben müsse, der vor Moses gewesen sein soll, da Clausen nur diesen, nicht den durch Mosen gestifteten, auf uns übertragen wissen wolle. Nun sei es aber aus dem Zusammenhang zum mindesten sehr