# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1863_S310 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 310 Kirchlich⸗Zeitgeschichtliches. Bei Dörffling u. Franke in Leipzig ist so eben erschienen: Der Unterricht der Anfänger im Christenthum nach Augustin's Anweisung, in deutscher Uebersetzung von D. Th. Ficker. Mit Vorrede, Einleitung und Anmerkungen von Prof. D. v. Zezschwitz.. gr. 8. geh. 12 Ngr. In der Agentur des Rauhen Hauses (Hamburg) erschien: Balthasar Schuppe. Ein Beitrag zur Geschichte des christlichen Lebens in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Von E. Oelze, Pastor am Kripplein Christi zu Fraustadt. Kürzlich erschien und ist durch den Verfasser zu beziehen: Lebensbeschreibungen oder Nachrichten von dem Leben und den Schriften aller evangelisch⸗lutherischen Prediger, welche seit Dr. Heinrich Melchior Mühlenberg's Zeit im Staate Pennsylvanien Gemeinden bedient haben oder noch bedienen, ingleichen von denen, welche in andern Staaten ihre Besorgung gefunden, aber mit der ev.⸗luth. Synode von Pennsylvanien in Verbindung gestanden haben und noch stehen, zusammengetragen von J. C. Schierenbeck, ev. luth. Prediger in New Castle, Lawrence Co., Pa. Erstes Heft. Selinsgrove. 1863. Diese „Lebensbeschreibungen" erscheinen in zwanglosen Heften von je 32 Seiten und enthalten durchschnittlich 50—70 biographische Skizzen ev.⸗luth. Prediger der Vergangenheit und Gegenwart. Das ganze Werk wird aus 10—12 Heften bestehen. Der Subscriptionspreis für jedes Heft ist 25 Cents, beim Empfang des Hefts zu entrichten. Nach den festen Abnehmern und Beförderern dieses Heftes wird die Auflage des 2. Heftes und des ganzen Werkes bestimmt. Bis auf weitere Anzeige sind dergleichen Notizen direct an mich zu adressiren. J. H. C. Schierenbeck. — Kirchlich⸗Zeitgeschichtliches. I. Amerika. Iowa⸗Synode. In der Mai⸗Nummer der „Kirchl. Mittheilungen" Pfr. Löhe's findet sich ein Brief Prof. S. Fritschel's in Wartburg, Iowa., in welchem derselbe in Mitleid erweckender Weise den traurigen Einfluß schildert, den der gegenwärtige Krieg namentlich auf die finanzielle Lage der Iowa⸗Synode ausübt. Es heißt darin u. A.: „Können die Gemeinden kaum für ihre eignen, nächsten Bedürfnisse aufkommen, so können sie natürlich für allgemeine Zwecke noch weniger thun. Niemals war die Unterstützung des Seminars so gering wie jetzt. Die Einnahme des vorigen Jahres betrug kaum zwei Drittheile von der im Jahre 1860 d. h. im Jahre vor Ausbruch des Krieges, obwohl sich die Zahl unserer Gemeinden und Pastoren seit damals um mehr als den vierten Theil vermehrt hat und die damaligen Gemeinden jetzt zum Theil fast noch einmal so viele Glieder zählen. Ohne Unterstützung von draußen ist es, menschlich zu reden, doch kaum möglich, daß wir durch die harte Zeit kommen." Man sieht hieraus, der Krieg muß namentlich auf Iowa besonders furchtbar lasten. Zwar befindet sich der eine ihrer bisherigen Pastoren, von welchem sie erzählen, daß er mit seiner Gemeinde Guerillaüberfälle erfahren habe, in Missouri, von diesem wissen wir aber, daß gerade er keine Geld⸗Unterstützung von Deutschland aus begehrt.— In einem vorausgehenden Bericht über die Iowa⸗Synode schreibt Pfr. Löhe: „Sie hat sich mit einer unglaublichen Anstrengung, ja mit einem mehr als kühnen Unternehmungsgeist und mit eben so großer Entbehrung und Aufopferung durch alle Schwierig⸗