# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1863_S308 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 308 Bericht der sechsten ord. Synodalversammlung der norweg.⸗evang.⸗luth. Kirche. Handauflegung und zum Abendmahl, worüber er mit Past. Fjeld Streit gehabt habe. Er habe nun inzwischen privatim mit Past. Fjeld hierüber gehandelt und sei mit ihm in der Lehre einig geworden (Past. Fjeld war somit zu der Erkenntniß gekommen, daß die Absolution allezeit unbedingt sein müsse; obgleich in der Regel die Privatbeichte vorhergehen solle, so könne doch die Absolution ertheilt werden, wo das Abendmahl gereicht werden könne); nur habe Past. Fjeld gefragt, wie man sich gegen diejenigen verhalten solle, die sich wegen irrigen Gewissens in die Handauflegung nicht sinden könnten. Darauf wurde geantwortet, daß man, wenn dies wirklich aus Schwachheit geschehe, es tragen müsse und auf die eine oder andere Weise die Hinwendung der Absolution auf eine einzelne bestimmte Person deutlich kundgeben solle. Wenn aber Widerspenstigkeit statt finde, wenn man die Handauflegung zur Sünde machen wolle, so dürfe der Prediger nicht weichen. Uebrigens erklärten sich beide, Rasmusen und Fjeld, ganz in Uebereinstimmung mit dem Referat der Missourisynode über die Absolution. — Auf eine Vorfrage erklärte auch Past. Rasmusen, daß Past. Amlund in den hier verhandelten Punkten ganz einig sei und auch Aufnahme in unsere Synode begehre. Endlich erklärte Past. Brandt, daß es in Betracht der großen Gnade und Freude, die uns Gott bei dieser Zusammenkunft nach so manchen trüben Aussichten und tiefen Wunden habe zu Theil werden lassen, passend erscheine, jetzt mit einer bestimmten Erklärung der Pastoren Rasmusen und Fjeld zu schließen, daß sie ihr bisheriges separatistisches Verhalten gegen unsere Synode als Sünde erkenneten. Dies erklärte Past. Rasmusen offen und gerade, wiewohl er auch bekennen müsse, daß er, wenn gleich in großer Schwachheit, den Willen Gottes habe thun wollen. Er hoffe, daß in Zukunft die Einigkeit werde befestigt werden, und bat einen jeden von uns, den er, besonders wegen der durch dieses Verhalten stattgefundenen Spaltungen, betrübt und geärgert haben möge, herzlich um Vergebung. Auch Past. Fjeld erklärte, daß er mit dem aufrichtigen Wunsch nach Amerika gekommen sei, sich mit uns zu vereinigen, und sich sehr zu Dank verpflichtet gefühlt habe für die Freundlichkeit, mit welcher wir vom Anfang an ihm und dem Past. Amlund entgegengekommen seien. Wenn nun auch sein Wunsch nicht sogleich in Erfüllung gegangen sei, so glaube er doch, daß er einige Entschuldigung in den Verwicklungen finden könne, die in den verschiedenen Hinsichten hier stattgefunden hätten. Das Verhältniß wäre ihm für sein Gewissen immer drückender und peinlicher geworden. Er erkenne, daß er in vielen Hinsichten gefehlt habe beides gegen Prediger und einzelne Mitglieder und wolle nun einen jeden um Verzeihung bitten, wiewohl auch er nichts in böser Absicht gethan habe. Er danke Gott herzlich für die nach den Stürmen des letzten Jahres fast unerwartete Freude und Gnade, die Gott uns geschenkt habe, und rechne diese Tage zu den fröhlichsten, die er in diesem Land gehabt habe. Past. Brandt antwortete, daß wir beim Hören dieser Bekenntnisse nicht anders könnten, als von Dank gegen Gott erfüllt werden, der so überschwäng⸗