# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1863_S306 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 306 (Eingesandt von Prof. Crämer.) Bericht der sechsten ordentlichen Synodalversammlung der norwegisch⸗evangel.⸗lutherischen Kirche in Amerika, gehalten in der Kirche zu Rock River, Wisc., vom 10. bis 17. Juni 1863. (Fortsetzung.) Indem wir nun von den Verhandlungen der Synode nur das Wichtigste mittheilen, kommen wir zunächst an die Aufnahme der Pastoren P. A. Rasmusen, J. N. Fjeld und N. Amlund, davon also berichtet wird: „Pastor P. A. Rasmusen, der zugleich im Namen der beiden übrigen die Aufnahme in die Synode begehrte, gab die Erklärung, daß sie auf Aufforderung der Prediger der Synode, welche im Novbr. 1861 in Decorah versammelt waren, sich auf der Synode in Goodhue Co. eingefunden, und daß da Gott die Verhandlungen, die nach dem Schluß der Synode gepflogen wurden, dergestalt gesegnet hätte, daß sie beschloßen, Aufnahme in die Synode zu begehren, und daß auch die Prediger der Synode nichts mehr dagegen einzuwenden gehabt hätten. Past. Amlund sei zwar damals nicht zugegen gewesen, habe aber seine volle Zustimmung zu den dort geführten Verhandlungen erklärt, und da er leider auch jetzt wider sein Erwarten verhindert sei, bei dieser Synodalsitzung gegenwärtig zu sein, so hätte er Rasmusen und Fjeld gebeten, sein Begehren um Aufnahme hier vorzubringen, welches nun auch in aller dreier Namen geschehen sei. Uebrigens wünschten sie, daß der Theil des Protokolles von jener Versammlung, der die frühere Lehrverschiedenheit zwischen ihnen und uns angehe, vorgelesen werde, damit die Synode daraus die nöthige Aufklärung erhalte. Das Protokoll, welches hierauf vorgelesen wurde, lautet also: Freitag und Samstag den 20. und 21. Juni fand nach Schluß der Synode eine Zusammenkunft statt zwischen den Pastoren Rasmusen und Fjeld und den Predigern der norwegisch⸗evangelisch⸗lutherischen Kirche in Amerika: Brandt, Ottesen ꝛc. Die Verhandlungen wurden von Past. Koren als Vorsitzer geleitet; Prof. Larsen fungirte als Sekretär, dessen Referat vorgelesen und von allen Theilnehmern angenommen wurde und wörtlich also lautet: Ueber die Laien-Angelegenheit. Die Versammlung einigte sich darin, daß Christen privatim zusammenkommen könnten zu gemeinschaftlicher gegenseitiger Erbauung, erkannte jedoch, daß es in der Praxis oft schwer ist, zwischen „öffentlich" und „privatim" eine Grenze zu ziehen, ebenso, daß man, selbst wo Ueberschreitungen geschehen sollten, im Entgegenarbeiten vorsichtig und nachsichtsvoll sein müsse. Zu den Ausschreitungen muß man rechnen, wenn einzelne in der Gemeinde zu solchen Zusammenkünften kommen sollten, um dahin zu arbeiten, daß sie gleichsam eine kleine Gemeinde in der Gemeinde bilden, oder wenn es sich darüber begiebt, daß sie die Ausübung der nächsten Pflichten des geistlichen Priesterthums versäumen. In der Regel sollen diese Versammlungen nur gelegentlich