# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1863_S304 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 304 Theologische Axiome. noch nicht existirenden Nachkommen, noch auch dann, als sie bereits existirten, indem sie sich freiwillig zusammengethan und aus freien Stücken dem Erstgeschaffenen unterworfen hätten; vielmehr wie sie durch ihre natürliche Abhängigkeit Leib und Seele von ihrem ersten Vater empfangen haben, so auch die Lebensvorschriften, die einer vernünftigen Creatur zukommen. 8. Concessa est magistratui potestas συμβουλευτική, νομοθετική, δικαστική, κολαστική. (Hollaz.) Der Obrigkeit ist die Gewalt der Sorge, der Gesetzgebung, des Gerichts und der Strafe verliehen. 9. Magistratus est potestas armata gladio non metaphorico, sed synecdochico, non judiciario tantum, sed et bellico. (Dannhauer.) Die Obrigkeit ist eine nicht mit einem metaphorischen, sondern synekdochischen, nicht nur mit dem richterlichen, sondern auch mit dem Schwert des Krieges bewaffnete Gewalt. 10. Magistratus potestas est ὑπερέχουσα omni animae in sphaera sui regni contentae. (Idem.) Die Obrigkeit hat Gewalt über jede in dem ganzen Umfange ihres Reichs befindliche Seele. 11. Magistratus est diaconus Dei, non item communitatis. (Idem.) Die Obrigkeit ist eine Dienerin Gottes, nicht gleicher Weise der (bürgerlichen) Gemeinde. 12. Sub caesare etiam intelliguntur ejus legati, qui, quod agunt, caesareo nomine agunt. (Idem.) Unter Kaiser (oder höchster Obrigkeit) sind auch die Gesandten von ihm zu verstehen, die, was sie thun, in des Kaisers Namen thun. 13. Rex titulo, tyrannus licet exercitio, a subdito vi peti non debet. (Idem.) Demjenigen, welcher dem Rechte nach König ist, darf von den Unterthanen nicht mit Gewalt widerstanden werden, obgleich er in der Ausübung seiner Macht ein Tyrann ist. 14. Cum gladius datus sit magistratuum, acceptus subditorum, hunc qui arripit, est allotrioepiscopus. (Idem.) Da das gegebene Schwert den Obrigkeiten zugehört, das empfangene den Unterthanen, so greift der, welcher es an sich reißt, in ein fremdes Amt. 15. Nefas est gladium arripere subdito, mere pureque tali. (Idem.) Es ist einem Unterthanen unrecht, das Schwert zu ergreifen, wenn er bloß und rein ein solcher ist. — 16. Distinguendum inter subditos meros et mixtos. (Gerhard.) Es ist zu unterscheiden zwischen bloßen Unterthanen, und denen, die nicht bloße Unterthanen sind. 17. Distinguendum inter principes majestatis integrae et potestatis absolutae, et inter principes potestatis limitatae et pactis conventis, inter ipsos et regni proceres initis, circumscriptae. (Gerhard.)