# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1863_S276 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 276 Bericht der sechsten ord. Synodalversammlung der norweg.-evang.-luth. Kirche. auf meine Aufforderung zugegen war und worüber er dem Kirchenrath Bericht erstattet hat, von welchem ein Auszug in der „Maanedstidende" veröffentlicht ist. Past. Krohn, der die durch den Wegzug des Past. A. C. Preus erledigte Pfarrstelle zu Chicago angenommen hat, wurde auf sein und seiner Gemeinde Begehren den 16ten April auf unsrer Prediger-Conferenz zu Rock Prairie ordinirt. Past. Johnson hat einen Beruf angenommen von der Gemeinde zu Nikolett, Minn., Past. Hagestad einen Beruf von der Gemeinde zu Rush River, Wisc., Past. Mikkelsen ist von der Gemeinde Waupacca, Wisc., berufen. Diese drei sind nun hier gegenwärtig, um während des Zusammenseins unsrer Synode ordinirt zu werden. O wie hat doch Gott nach seiner Gnade unser geringes Bestreben gesegnet! Mit welcher Freude nehmen wir doch diese Mithelfer für die Sache des HErrn, diese Mitarbeiter an dem Werk zu des HErrn Ehre, unter uns auf! O laßt uns nicht verdrossen werden, den HErrn für diese seine unaussprechliche Barmherzigkeit zu loben und zu preisen und ihn zu bitten, daß er alle diese jungen Brüder in seiner Wahrheit und als treue Haushalter über seines Reiches Geheimnisse erhalte! — Diese begehren sämmtlich Aufnahme in unserer Synode. Aber nicht weniger groß ist die Barmherzigkeit, welche Gott unserer Gemeinschaft grade in diesen Streit-Tagen dadurch bewiesen, daß er die Pastoren Rasmusen, Fjeld und Amlund in Einem Glauben und Bekenntniß mit uns vereinigt hat. Das war keine von den in unsrer Zeit so beliebten Unionen, dergleichen zu stiften von keiner Seite gewünscht wurde; denn was kann eine solche Vereinigung nützen, die in ihrem Grund gottlos ist, da die s. g. unirten Partheien einander gradezu entgegengesetzte Lehren glauben und bekennen? Bei der nach der vorigen Synode mit den theuren Brüdern gepflogenen Berathung gingen wir die verschiedenen Lehrpunkte gründlich durch, über welche bisher zwischen ihnen und uns Streit geführt worden war. Da sie sich nun in diesen Punkten mit uns in dem Bekenntniß der reinen Lehre einig erklärten und ferner ihren Entschluß aussprachen, Aufnahme in unsere Synode zu begehren, wir auch unsererseits kein Hinderniß fanden, das der Ausführung im Wege gestanden wäre, und da sie deshalb später an unseren Predigerconferenzen Antheil nahmen, so konnten wir uns nur mit Dank und Preis gegen Gott über diesen Schritt freuen, durch welchen uns Gott nach seiner Gnade zu einer Beilegung dieses Schismas geführt hat, in Folge dessen so manche unserer Landsleute unserer Gemeinschaft als Feinde gegenüber gestanden sind. Wir hoffen, daß der HErr nach seiner Gnade sein Werk vollführen wird, auch deren Gemeinden mit den unsrigen in Einem Glauben zu Einer Gemeinschaft zu vereinigen. So habe ich denn der Ehrw. Synode einige der am meisten in die Augen fallenden Gnadenbeweisungen des HErrn gegen unsere kirchliche Gemeinschaft in diesem letzten Jahreslauf namhaft gemacht. Doch, wie gesagt, das ist nicht geschehen, daß wir uns gleichsam nach vollendetem Kampfe zur Ruhe und Muße begeben sollten. Vielmehr hat uns der HErr deshalb so überschwänglich große und manchfaltige Gnade bewiesen, daß unsere Herzen