# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1863_S275 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Bericht der sechsten ord. Synodalversammlung der norweg.-evang.-luth. Kirche. 275 genugsam danken. Wie es auf der vorigen Synodalversammlung beschlossen wurde, so wurde die Schule von dem Pfarrhaus in der Half-Way-Creek-Gemeinde nach Decorah, Jo., verlegt, wo ein Gebäude für $950 gekauft wurde zu einer Wohnung für Prof. Schmidt und ein anderes für $1660 zu einem Schulhaus und einer Wohnung für den Director der Anstalt, Prof. Larsen. Sowohl durch dessen als durch Past. Korens, Gulbrand Olsens und einiger anderer unverdrossenen Eifer und Bemühung wurde die Einrichtung des Gebäudes ohngefähr bis zum Beginn des Schuljahres fertig, und nun strömte eine Schaar von Zöglingen herein, so viel das Haus nur fassen konnte, 32 im Ganzen. Zu Anfang Februar war ich bei einem dort abgehaltenen Examen zugegen; das war mir eine Freude, Zeuge zu sein von den guten Fortschritten, die die Zöglinge gemacht hatten, mehr aber noch von der guten Zucht, davon alles in der Schule das Gepräge trug, von dem liebreichen Verhalten, welches, wie ich zu bemerken so reichlich Gelegenheit hatte, zwischen den Lehrern und Schülern stattfand, und von der Ordnung, mit welcher sowohl Schule als Hauswesen verwaltet wurde. Und was die Lehrer besonders angeht, so ist es mir eine theure Pflicht, der Synode zu bezeugen, daß sie sich mit Tüchtigkeit und Unverdrossenheit, mit Lust und Liebe ihrer schweren aber segensreichen Berufsarbeit aufopfern; Gott belohne sie dafür! Die Synode wird sich erinnern, daß das Kostgeld für jeden Zögling im vorigen Jahr nur auf $40 des Jahres festgesetzt wurde; wenn nun trotzdem und trotz des Steigens der Preise für die Lebensmittel der Schulhaushalt dennoch sogar mit einem Ueberschuß hat fortgeführt werden können, so ist es ja abermals er, den wir dafür zu preisen haben, der die Herzen der Menschen lenket wie Wasserbäche und der den Gliedern unserer Gemeinden Lust und Freudigkeit gegeben hat, mit ihren Gaben die Schüler zu unterstützen und so für Gottes Reich unter uns zu arbeiten. Aber während der HErr uns solchergestalt fröhliche Aussichten eröffnet hat im Hinblick auf die Förderung seines Reiches unter uns in den kommenden Tagen, hat er auch nicht vergessen, für unsere augenblickliche Noth zu sorgen. In unserem Vaterland, wo Gleichgiltigkeit, ja bei einzelnen sogar Unwille gegen uns erweckt zu sein scheint, ließ doch der HErr unseren Nothruf einem Manne zu Herzen dringen, der als Pastor der Gemeinde zu La Crosse nun bald ein Jahr unser Mitarbeiter in dem Weinberg des HErrn geworden ist, nämlich Past. Frich. Past. O. Hjort, der auf der vorjährigen Synode ordinirt wurde, hat seit dieser Zeit die Pfarre zu Painted Creek bedient. Aber da ist ja noch eine ganze Schaar von jungen Männern, welche begehren, mit uns im Amte des Worts zum Heil der Seelen zu arbeiten. Die hat uns der HErr auch zugeführt und zwar drei von ihnen aus unsrer eignen Mitte. Es sind drei bis vier Jahre, daß sie in das praktisch-theologische Seminar, damals zu Fort Wayne, eingetreten sind; nachdem sie ihre Vorbereitung auf das h. Predigtamt vollendet haben, haben sie sich jetzt zugleich mit Past. Krohn, der vor zwei Jahren als Seminarist von Norwegen herüber kam, einem Examen unterzogen, bei welchem Past. Ottesen