# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1863_S268 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 268 Theologische Axiome. sondern von den ersteren gar nicht, von den letzteren aber nur durch den Glauben, der sich vom heil. Abendmahl hinweg in den Himmel schwinge, genossen werde. Da Hr. K. aber immer offenbar dem den Vorzug gibt, was seiner Vernunft und seiner sinnlichen Erfahrung am meisten entspricht, so ist freilich der Lehrunterschied zwischen der luth. und Ref. Kirche in Betreff des heil. Abendmahls auch ein wichtiger Grund für ihn, „warum er nicht lutherisch, sondern Reformirt“ sein will. Bei uns ist allerdings gerade das Gegentheil der Fall. Weil uns das klare Wort Gottes höher steht, als die blinde Menschenvernunft und die trügliche sinnliche Erfahrung, so ziehen wir die lutherische Kirche der Reformirten vor, weil erstere durch nichts sich in dem Glauben irre machen läßt, daß Gottes Wort wahr ist und keine Lüge. Zwar sagt Hr. K. schließlich, die Ref. Kirche berufe sich für ihren Glauben auf Joh. 6, 63. Aber damit macht Hr. K. seine Sache nur um so schlimmer; denn wenn er hiernach offenbar in den Worten: „Fleisch ist kein nütze,“ mit Zwingli Christi Fleisch versteht, so ist das erstlich eine recht gottlose, ja gotteslästerliche Auslegung; zum andern würde diese Auslegung ebenso die Reformirte wie die lutherische Lehre von dem Genuß des Leibes und Blutes Christi umstoßen, denn ist Christi Fleisch (es ist erschrecklich zu sagen) überhaupt „ein nütze“, so gilt es gleich, ob es wirklich oder nur im Glauben genossen wird. (Schluß folgt.) Theologische Axiome. XXII. Vom heiligen Predigtamt und damit zusammenhängenden Materien. (Fortsetzung und Schluß.) 81. 1 Cor. 3. Paulus exaequat ministros. (Art. Schmalc.) „1 Cor. 3. machet Paulus alle Kirchendiener gleich. (Schmalk. Art.) 82. Das Predigtamt ist das höchste Amt in der Kirche. (Apologie der Augsb. Conf.) 83. So das Amt des Worts einem verliehen wird, so werden ihm auch verliehen alle Aemter, die durch das Wort in der Kirche werden ausgerichtet. (Luther.) 84. Das Amt, zu predigen das Evangelium, ist das höchste unter allen, denn es ist das rechte apostolische Amt, das den Grund legt allen andern Aemtern, welchen allen zugehört, auf das erste zu bauen, als da sind die Aemter der Lehrer, der Propheten, der Regierer. (Luther.) 85. Wir aber sollen wissen, daß nichts höher ist, denn Gottes Wort, welches Amt über alle Aemter ist; darum ist das Regieramt sein Knecht, der es anregen und wecken soll, gleichwie ein Knecht seinen Herrn aufweckt im Schlaf oder sonst ermahnet seines Amts... Wiederum sollen die Lehrer und Weissager dem Regierer gehorsam sein und folgen, und sich auch herunter lassen, auf daß also alle christliche Werke und Amt eines andern Diener sein. (Luther.)