# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1863_S265 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Einige Bemerkungen über eine neue Apologie der Reformirten Kirche. 265 und einer wiedergebärenden Taufe der Erwachsenen? Sagt nicht der Apostel im Gegentheil: „Ein HErr, Ein Glaube, Eine Taufe“? Ephes. 4, 5. Mag denn Hr. K. gloriiren, daß seine Reformirte Kirche völlig mit Rom gebrochen habe; wenn sie nicht mehr glaubt, daß die heil. Taufe wirklich ein Bad der Wiedergeburt und zwar auch für die Kinder sei, damit hat sie nicht mit Rom, sondern mit der heil. Schrift, mit Christo und allen heil. Aposteln gebrochen und sich den Stempel des Unglaubens und der Sectirerei aufgedrückt. Und wenn jene Verleugnung des klaren Wortes Gottes von Seiten der Ref. Kirche die erste Ursache ist, die Hr. K. dafür angibt: „Warum wir nicht lutherisch, sondern Reformirt sind?“ so beweis't er damit nur, daß ihn nichts, als seine Sympathien zu rationalistischer Verkehrung der göttlichen Offenbarung zu ihr hinziehen. Lic. Krummacher fährt fort: „In der Lehre vom heil. Abendmahle streift die lutherische Lehre jedenfalls an die römische Transsubstantiationslehre nahe heran, indem sie die Gegenwart des wahren und wirklichen Leibes und Blutes Christi an die Elemente des Abendmahles knüpft und somit consequenterweise auch dem Ungläubigen den Genuß des wahren Leibes und Blutes Christi zuspricht, welchem doch zur Aufnahme und Unterscheidung des Leibes und Blutes Christi jedes Organ fehlt. Unsere reformirte Kirche hat diesen römischen Sauerteig, dessen ein wenig schon den ganzen Teig verdirbt, gänzlich abgethan, indem sie nur den Gläubigen, wozu sie allerdings auch die nach lebendigem Glauben ringenden, seufzenden und darum flehenden Seelen zählt, die Segnungen des heiligen Mahles zuspricht und mit Berufung auf Joh. 6. festhält: „Der Geist ist es, der da lebendig macht; das Fleisch ist kein nütze. Die Worte, die ich rede, die sind Geist und sind Leben.“" Randbemerkungen: Auch bei diesem Puncte ist also nicht der Mangel an Schriftmäßigkeit der lutherischen Lehre die Ursache, warum Hr. K. nicht lutherisch sein will, sondern Reformirt, sondern weil, wie er sagt, die lutherische Lehre vom heil. Abendmahl jedenfalls an die römische nahe heranstreift. Und welches sollen die Berührungspuncte sein? Erstlich dieses, daß unsere Kirche „die Gegenwart des wahren und wirklichen Leibes und Blutes Christi an die Elemente des Abendmahls knüpft.“ Eine wunderliche Logik! Die römische Kirche läßt die Elemente gänzlich verschwinden, die lutherische aber knüpft daran die Gegenwart des Leibes und Blutes Christi: also streifen beide in der Lehre nahe an einander! Wir sollten meinen, hiermit wäre eher das Gegentheil bewiesen, nehmlich wie weit beide Lehren aus einander gehen. Doch, da nichts darauf ankommt, ob eine Lehre an eine andere streift, alles aber darauf, ob sie aus Gottes Wort genommen ist, so wollen wir auch dies dem Herrn Schreiber schenken. Aber was für ein Vorwurf ist das, daß nach lutherischer Lehre die Gegenwart des Leibes und Blutes Christi an die Elemente des Sacraments geknüpft ist! Woran soll sie denn in aller Welt sonst geknüpft sein? Ist sie nicht daran geknüpft, warum feiern denn die Herrn Reformirten nicht das Abendmahl ohne Brod und Wein? Und sagt denn Christus nicht, das Brod reichend: „Das ist mein Leib“, und den Wein