# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1863_S264 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 264 Einige Bemerkungen über eine neue Apologie der Reformirten Kirche. Denn also spricht der HErr: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden.“ Marc. 16, 16. Petrus aber sprach: „Lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen JEsu Christi, zur Vergebung der Sünden.“ Apostg. 2, 38. Derselbe Apostel schreibt: „Welches (Wasser) nun auch uns selig macht in der Taufe.“ 1 Pet. 3, 21. Paulus schreibt: „Wie viele euer getauft sind, die haben Christum angezogen.“ Gal. 3, 27. „So sind wir je mit ihm (mit Christo) begraben durch die Taufe in den Tod.“ Röm. 6, 4. „Wir sind durch Einen Geist alle zu Einem Leibe getauft.“ 1 Cor. 12, 13. Christus „hat sie (seine Gemeinde) gereiniget durch das Wasserbad im Wort.“ Ephes. 5, 26. „In welchem ihr auch beschnitten seid, mit der Beschneidung ohne Hände, durch Ablegung des sündlichen Leibes im Fleisch, nehmlich mit der Beschneidung Christi; in dem, daß ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe.“ Col. 2, 11. 12. Johannes schreibt: „Dieser ist es, der da kommt mit Wasser und Blut, JEsus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und drei sind, die da zeugen auf Erden: der Geist, und das Wasser, und das Blut; und die drei sind beisammen.“ 1 Joh. 5, 6. 8. Ananias endlich sprach zu Saulus: „Laß dich taufen und abwaschen deine Sünden.“ Apostg. 22, 16. In allen diesen Stellen, welche die biblische Offenbarung von der Frucht und Kraft der Taufe enthalten, wird der Taufe offenbar die Kraft der Wiedergeburt zugeschrieben. Denn wenn die Taufe nach Marc. 16, 16. oder das Wasser in der Taufe nach 1 Pet. 3, 21. selig macht, wenn sie nach Apostg. 2, 38. zur Vergebung der Sünden empfangen wird, wenn sie nach Apostg. 22, 16. die Sünden abwäscht, wenn durch sie nach Gal 3, 27. Christus angezogen wird, wenn wir nach Röm. 6, 4. durch sie mit Christo begraben werden, also sein Tod und Begräbniß unser wird, wenn wir nach 1 Cor. 12, 13. zu Einem geistlichen Leibe getauft werden, wenn die Kirche Christi nach Ephes. 5, 26. durch die Taufe gereinigt ist, wenn die Taufe nach Col. 2, 11. 12. Christi geistliche Beschneidung ist, wenn Christus nach 1 Joh. 5, 6. 8. durch das Wasser der Taufe kommt und mit demselben immer der Geist und das Blut zusammen ist, zusammen zeugt und denselben Zweck hat [εἰς τὸ ἓν εἰσιν]: welche Künste will Hr. K. anwenden, um zu beweisen, daß die h. Taufe kein Bad der Wiedergeburt sei? Was sind alle die angeführten Aussprüche des heil. Geistes von der Taufe anderes, als die klärsten Umschreibungen der Worte Joh. 3, 5. Tit. 3, 5.? Oder könnte die Taufe selig machen, die Sünde abwaschen, geistlich beschneiden ꝛc., wenn sie nicht die Kraft hätte wiederzugebären? Oder will etwa Hr. K. dies alles nur verstehen von der Taufe der Erwachsenen? Wer gibt ihm dazu das Recht? Wo ist in der Schrift von zweierlei Taufen die Rede, von einer unkräftigen Kindertaufe satz gelten muß, daß uns Gott nicht mit leeren Figuren zum Besten habe, sondern durch seine Kraft innerlich leiste, was er durch das äußerliche Zeichen anzeigt. Daher wird die Taufe angemessen und nach der Wahrheit ein Bad der Wiedergeburt genannt.“ Zu Tit. 3, 5. S. J. Calvini in N. T. Commentarii. A. Tholuck. P. II, p. 360. 361.