# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1863_S259 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Einige Bemerkungen über eine neue Apologie der Reformirten Kirche. 259 uns, verfluchet uns, verbannet uns, verjaget uns, verbrennet uns, erwürget uns und gehet mit uns armen Christen um, wie ein rechter Endechrist mit der Christenheit umgehen soll. Nun müssen fürwahr solche Christen recht getauft und rechtschaffene Glieder Christi sein, sie könnten sonst solchen Sieg wider den Endechrist durch den Tod nicht erhalten. Wir schwärmen nicht also, wie die Rottengeister, daß wir alles verwerfen, was der Pabst unter sich hat; denn so würden wir auch die Christenheit, den ‚Tempel Gottes', verwerfen, mit allem, das sie von Christo hat. Sondern das fechten wir an, daß der Pabst nicht bleiben lassen will bei solchen Gütern der Christenheit, die er von den Aposteln geerbet hat, sondern thut seinen Teufels⸗Zusatz dabei und drüber, und braucht solcher Güter nicht zur Besserung des Tempels Gottes, sondern zu Verstörung, daß man seine Gebot und Ordnung höher hält, denn Christi Ordnung. Wiewohl in solcher Zerstörung Christus dennoch seine Christenheit erhält, gleichwie er Loth zu Sodom erhielt, als auch St. Petrus davon verkündiget 2 Ep. 2, 6. 7., daß also beides bleibe: der Endechrist sitze im Tempel Gottes durchs Teufels Wirkung, 2 Thess. 2, 4. 9. und doch gleichwohl: der Tempel Gottes sei und bleibe Gottes Tempel durch Christi Erhaltung. Kann der Pabst dies mein Heucheln leiden und annehmen, so bin ich freilich ein unterthäniger Sohn und frommer Papist und wills auch wahrlich mit Herzensfreuden sein und gern alles widerrufen, was ich ihm sonst zu leide gethan habe. Darum ist solcher Wiedertäufer und Schwärmer Rede nichts, wenn sie sagen: was der Pabst hat, ist unrecht, oder: weil im Pabstthum dies und das geschieht, so wollen wirs anders haben. Gerade als wollten sie damit sich beweisen große Feinde des Endechrists; sehen aber nicht, daß sie ihn damit am höhesten stärken, die Christenheit am höhesten schwächen und sich selbst betrügen. Den Mißbrauch und Zusatz sollten sie uns helfen verwerfen: aber da hätten sie nicht große Ehre von, weil sie sehen, daß sie daran nicht die ersten sein können. Darum greifen sie an, das niemand angriffen hat, auf daß sie auch etwa die ersten sein und Ehre einlegen mögen. Aber die Ehre muß zu Schanden werden, denn sie greifen den Tempel Gottes an, und fehlen des Endechrists, der drinnen sitzt; wie die Blinden, die nach dem Wasser tappen und greifen ins Feuer. Ja, sie thun eben wie ein Bruder dem andern thät im Thüringer Walde: die gingen mit einander durch den Wald, und ein Bär kommt sie an, der wirft den einen unter sich; da will der andere seinem Bruder helfen, sticht nach dem Bären, fehlet aber sein, und ersticht den Bruder unter dem Bären jämmerlich. Eben so thun diese Schwärmer auch. Sie sollten der armen Christenheit helfen, die der Endechrist unter sich hat und martert, und stellen sich greulich wider den Pabst; fehlen aber sein, und morden die Christenheit unter dem Pabst viel jämmerlicher. Denn wo sie die Taufe und Sacrament recht ließen, möchten die Christen mit der Seelen noch entrinnen unter dem Pabst und selig werden, wie bisher geschehen ist; aber nun ihnen die Sacramente genommen werden, müssen sie wohl verloren werden, weil auch Christus selbst dadurch weggenommen wird. Lieber, es ist nicht also auf den Pabst zu platzen, weil Christi Heiligen unter ihm lie⸗