# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_August 1863_S237 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Der Materialismus oder die sog. Resultate der modernen Naturwissenschaft. 237 schänden, und über alle Maaß gern das Aergste von Jedermann schreibet und redet, als wäre er des Teufels eigen und liebste Maul," von dem Luther (Erl. A. Bd. 63. S. 384) sagt, er habe nichts wider ihn schreiben wollen, „denn ich solchen bösen Menschen zu hoch veracht, und allezeit gedacht, sein Schreiben würde nichts gelten bei allen Vernünftigen, sonderlich bei Christenleuten, und von sich selbs in Kurz untergehen, wie ein Fluch eines zornigen bösen Menschen;" und der nun würdige Nachfolger gefunden hat, die ihn als deutschen Philosophen in der Literatur der Gegenwart wieder aufleben lassen. Sodann werden die Italiener Telesius und Bruno angezogen, deren Sätze Dr. Büchner ungestört an ihrem Orte in der Geschichte der Philosophie gelassen haben würde, hätte er eine Kenntniß von dem, was diese Philosophen unter Materie verstanden haben. Wir halten uns dabei nicht auf. Wir fragen aber, indem auch wir unsere Bemerkungen abschließen, und beiläufig bemerken, daß noch kein Mensch, der die Erkenntniß des wahren Gottes erlangt hat, je daran zweifelte, daß was Gott erschaffen hat, Er auch trotz aller Wirksamkeit der Stoffe und aller Retorten der Chemiker erhalten kann und erhält, so lange Er will, — was hat denn nun unser loser Schwätzer, der im Namen der Wissenschaft zu reden sich einbildet, mit all diesem Aufwand zusammengeraffter Scheinwissenschaft bewiesen? Vor allem dieses, daß er nicht richtig zu denken versteht. Er schließt also: Unsern Chemikern ists bisher nicht gelungen, durch Stoff den Stoff zu vernichten; also kann er nicht vernichtet werden; also bleibt der Stoff ewig; also ist er auch von Ewigkeit dagewesen; also ist er nicht geschaffen worden; also giebt es keinen Schöpfer. Würde der erbärmlichste Advokat wohl wagen, gälte es auch nur ein Ferkel zu gewinnen, mit einer derartigen Argumentation vor den Richter zu treten? Und diese Demonstration wird hier dem deutschen Volke im Namen der Wissenschaft des neunzehnten Jahrhunderts vorgelegt in einer Sache, in welcher die ganze Ewigkeit auf dem Spiele steht und zu dem Zwecke, den allerheiligsten, göttlichen Gesetzgeber, dessen Stimme in jedes Menschen Brust vernehmbar redet, wie einen absurden Traum zu verlachen, die erhabenen Offenbarungen der Propheten und Apostel, das selige Leben in Gott, von dessen Wahrheit und innerer Herrlichkeit jedes Jahrhundert Zeugniß giebt, einzutauschen für solche Weisheit der Herren Büchner, Vogt, Czolbe und Consorten! Welcher Grad der Unverschämtheit, welche Tiefe der sittlichen Verworfenheit sich darin offenbart, ist kaum auszusprechen. Darüber noch einige Worte. Dr. Büchner sagt im Vorwort zur ersten Auflage seines Werkes: „Wenn die Blätter es wagen dürfen, sich selbst zum Voraus ein Verdienst oder einen Charakter beizulegen, so mag sich derselbe in dem Entschlusse ausdrücken, vor den ebenso einfachen, als unvermeidlichen Consequenzen einer vorurtheilslosen empirisch⸗philosophischen Naturbetrachtung nicht zimperlich sich zurückzuziehen, sondern die Wahrheit in allen ihren Theilen einzugestehen." Er hat das nicht gethan. So wollen denn wir in