# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_August 1863_S235 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Der Materialismus oder die sog. Resultate der modernen Naturwissenschaft. 235 endloser Menge beibringen. [!!] Es genüge zu bemerken, daß die Wanderungen und Wandlungen, welche der Stoff im Sein des Alls durchläuft und welchen der Mensch zum Theil mit Wage und Maß in der Hand gefolgt ist, millionen⸗ und aber millionenfach, daß sie ohne Ziel und Ende sind. Auflösung und Zeugung, Zerfall und Neugestaltung reichen sich aller Orten in ewiger Kette einander die Hand. In dem Brod, das wir essen, in der Luft, die wir athmen, ziehen wir den Stoff an uns, der die Leiber unserer Vorfahren vor tausend und aber tausend Jahren gebildet hat; ja wir selbst geben täglich einen Theil unseres Stoffes an die Außenwelt ab, um denselben oder den von unsern Mitlebenden abgegebenen Stoff vielleicht in kurzer Zeit von Neuem einzunehmen. Von den Engländern kann man wörtlich [!] sagen, daß sie ihre Voreltern, die im Kampfe für sie und ihre Freiheit gegen die französische Herrschaft gefallen sind, zum Danke dafür [die garstigen Engländer!] in ihrem täglichen Brode aufessen. Man hat die Knochen des Schlachtfeldes von Waterloo [natürlich nur die englischen, denn den französischen war man keinen Dank schuldig,] in großer Menge nach England geführt, um die Felder damit zu düngen, und den Ertrag derselben dadurch um das Doppelte erhöht. — Diesen ewigen und unaufhaltsamen Kreislauf der kleinsten Stofftheilchen hat der Gelehrte den Stoffwechsel genannt, [— Keineswegs. Der Gelehrte kennt diese Art Stoffwechsel gar nicht. Der Gelehrte nennt Stoffwechsel nur jenen Vorgang in organischen Körpern, da unbrauchbar gewordene organische Stoffe durch Stoffe derselben oder ähnlicher Natur im lebenden Organismus ersetzt werden. —] und die kühne Phantasie des britischen Dichters hat den Stoff, der einst des großen Cäsar Leib bildete, bis zu dem Punkte verfolgt, wo er ein Loch der Wand verklebt. Wie eine Thatsache, so einfach und von einer durch die Chemie so überzeugend dargethanen Wahrheit, heutzutage noch von Naturforschern und Aerzten verkannt und übersehen werden kann, erscheint kaum begreiflich und beweist, wie wenig noch im Allgemeinen die großen Entdeckungen der Naturwissenschaften sich in weiteren Kreisen Bahn gebrochen haben. [— Ein merkwürdiges Schicksal dieser großen Entdeckungen der Naturwissenschaften, daß selbst berühmte Naturforscher sie verkennen und übersehen! —] So spricht Schubert von freiwilliger Entstehung des Wassers bei plötzlichen Wolkenansammlungen. Röbbelen meint, der thierische Organismus erzeuge Stickstoff, und selbst der berühmte Ehrenberg scheint im Zweifel darüber zu sein, ob die Organismen die in ihnen enthaltenen Stoffe schaffen oder nur organisch umformen (siehe Zeise: Vorträge über das Endlose der großen und der kleinen materiellen Welt, 1855; Seite 50), u. s. w. Wie kann man es verkennen, daß aus Nichts — Nichts entstehen kann? Der Stoff muß vorhanden sein, wenn auch vorher in anderer Gestalt oder Verbindung, um irgend eine Bildung erzeugen oder an ihr Theil nehmen zu können. Ein Sauerstoff⸗, ein Stickstoff⸗, ein Eisen⸗Atom ist überall und unter allen Umständen ein und dasselbe Ding, begabt mit denselben und ihm immanenten Eigenschaften, und kann nie und in alle Ewigkeit nicht etwas anderes