# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_August 1863_S232 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 232 Der Materialismus oder die sogenannten Resultate der modernen Naturwissenschaft. (Fortsetzung und Schluß.) Wir wenden uns nun zu dem uns angebotenen Beweise der Anfangs- losigkeit der Welt. Dr. Büchner fährt also fort: „Es ist das große Ver- dienst der Chemie in den letzten Jahrzehnten, uns auf's Klarste und Un- zweideutigste darüber belehrt zu haben, daß die ununterbrochene Verwand- lung der Dinge, welche wir tagtäglich vor sich gehen sehen, das Entstehen und Vergehen organischer oder unorganischer Formen und Bildungen nicht auf einem Entstehen und Vergehen vorher nicht dagewesenen Stoffes beru- hen, wie man wohl in früheren Zeiten ziemlich allgemein glaubte; sondern daß diese Verwandlung in nichts Anderem besteht, als in der beständigen und unausgesetzten Metamorphosirung derselben Grundstoffe, deren Menge und Qualität an sich stets dieselbe und für alle Zeiten unabänderliche bleibt. Mit Hülfe der Wage ist man dem Stoffe auf seinen vielfachen und verwickelten Wegen gefolgt und hat ihn überall in derselben Menge aus irgend einer Verbindung wieder austreten sehen, in der man ihn eintreten sah. Die Berechnungen, die seit- dem auf dieses Gesetz gegründet worden sind, haben sich überall als vollkom- men richtig erwiesen. Wir verbrennen ein Holz, und es scheint auf den er- sten Anblick, als müßten seine Bestandtheile in Feuer und Rauch aufgegangen, verzehrt worden sein. Die Wage des Chemikers dagegen lehrt, daß nicht nur nichts von dem Gewicht jenes Holzes verloren worden, sondern daß das- selbe im Gegentheil vermehrt worden ist; sie zeigt, daß die aufgefangenen und gewogenen Produkte nicht nur genau alle diejenigen Stoffe wieder ent- halten, aus denen das Holz vordem bestanden hat, wenn auch in anderer Form und Zusammensetzung, sondern daß in ihnen auch diejenigen Stoffe enthalten sind, welche die Bestandtheile des Holzes bei der Verbrennung aus der Luft an sich gezogen haben. Mit einem Wort, das Holz hat bei der Ver- brennung sein Gewicht nicht vermindert, sondern vermehrt. „„Der Kohlenstoff, der in dem Holze war,““ sagt Vogt, „„ist unvergänglich, er ist ewig und ebenso unzerstörbar, als der Wasserstoff und Sauerstoff, mit welchem er verbunden in dem Holze bestand. Diese Verbindung und die Form, in welcher sie auftrat, ist zerstörbar, die Materie hingegen niemals.““ „„Der Kohlenstoff, welcher uns im Spathkrystall, in der Holzfaser oder dem Muskel entgegentritt, kann nach der Zerstörung jener Körper in anderer Gruppirung eine verschiedene Gestalt annehmen, aber als Grundstoff kann er niemals geändert, niemals vernichtet werden.““ (Czolbe.)“ Wir, denen Wahrheit und echte Wissenschaft allezeit erwünscht und willkommen ist, da wir durch sie nur Bestätigung und Stärkung des Glau- bens an den, nicht nur in der Schrift, sondern auch in der Natur sich offen- barenden Gott empfangen können, sind natürlich weit davon entfernt, die großen Verdienste, welche sich die Chemie um die Naturwissenschaft erworben