# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1863_S217 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Die Doctrinelle Grundlage zur Union des Evang. Predigervereins von Cincinnati. 217 Art. 18. Der Sabbath. — Der Sabbath wurde für den Menschen durch alle Generationen hindurch gemacht und alle Menschen sollten des Sabbaths gedenken, ihn zu heiligen, nicht ihre eigenen Wege zu gehen, noch ihr eigenes Vergnügen zu suchen, noch ihre eigenen Worte zu reden, sondern die heiligen Stunden desselben dem Lesen, Nachdenken und Gebet, der Verehrung Gottes in seinem Heiligthum und Noth- und Liebes⸗Werken zu widmen. Art. 19. Das christliche Predigtamt.—Christus hat Prediger in seiner Kirche eingesetzt, um das Evangelium zu predigen, die Taufe und das Abendmahl des Herrn zu verwalten, und Acht zu haben auf die ganze Heerde, worüber der heilige Geist sie gesetzt hat als Bischöfe, die Kirche Gottes zu weiden. Christliche Prediger sollen untadelich sein als die Haushalter Gottes, nicht eigensinnig, nicht zornig, nicht Weinsäufer, nicht Pocher, nicht unehrliche Handthierung treiben; sondern gastfrei, gütig, züchtig, gerecht, heilig, keusch, und halten ob dem Worte, das gewiß ist und lehren kann. Art. 20. Christliche Pflichten. — Es ist die Pflicht eines jeden Menschen, seine Sünden in wahrer Buße zu bereuen; an den Herrn Jesum Christum zur Seligkeit zu glauben; Christum vor den Menschen zu bekennen; getauft zu werden; das Abendmahl des Herrn zu feiern; im Namen Christi zu beten und täglich die Schrift zu lesen; durch sein Leben, und Reden, und Gebet sich zu bemühen, die Unbekehrten zu Christo zu bringen, den zehn Geboten zu gehorchen; Gott den Vater, Sohn und heiligen Geist von ganzem Herzen, Seele und Gemüth und Kräften zu lieben; Alles zu thun, was er will, daß Andere ihm thun sollen; der Sache Christi mit dem Vermögen, womit Gott ihn gesegnet hat, zu dienen; sanftmüthig, demüthig und vergebend zu sein; sein Kreuz täglich aufzunehmen und Christo nachzufolgen; züchtig, gerecht und gottselig in dieser Welt zu leben; zu suchen, was droben ist, und nicht, das auf Erden ist; seinen Nächsten als sich selbst zu lieben; die Brüder zu lieben; und in allen Stücken das Evangelium unseres Herrn Jesu Christi durch Gehorsam zu zieren. Art. 21. Tod, Auferstehung, Gericht und ewige Belohnung und Bestrafung. — Nach dem Tode kehren die Leiber der Menschen zum Staube zurück, und ihre Geister zu Gott, welcher sie gegeben hat, und am jüngsten Tage wird eine Auferstehung der Todten, Beides der Gerechten und der Ungerechten stattfinden, wo alle Menschen vor dem Richterstuhle Christi erscheinen müssen, damit ein jeglicher empfange, nach dem er gehandelt hat bei Leibes Leben, es sei gut oder böse; und die Gottlosen werden in die ewige Pein, aber die Gerechten in das ewige Leben gehen.“ —...—