# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1863_S215 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Die Doctrinelle Grundlage zur Union des evang. Predigervereins von Cincinnati. 215 und Reformed⸗ Presbyterianern, Congregationalisten, Episcopal, Lutheranern, deutsch Reformirten und Vereinigten Brüder Kirchen. In der Sitzung des Vereins vom 11. Mai, wobei 10 verschiedene Denominationen durch 35 anwesende Prediger repräsentirt waren, wurde unter dem Vorsitz von Dr. Clark als Präsident und Dr. Harrison als Sekretär die folgende doktrinelle Basis einstimmig angenommen. Artikel 1. Die Inspiration, Autorität und Hinlänglichkeit der Bibel. — Die Schriften des alten und neuen Testaments sind durch die Inspiration Gottes gegeben; sie besitzen die höchste Autorität und sind die allein unfehlbare und hinlängliche Richtschnur des Glaubens und Lebens. Art. 2. Privat⸗ oder persönliches Urtheil bei der Auslegung der Schrift. — Es ist das Recht und die Pflicht eines jeden Menschen, in der Schrift zu forschen und in demüthigem Vertrauen auf die Erleuchtung des heiligen Geistes sein eigenes Urtheil über den wahren Sinn derselben zu fällen. Art. 3. Die Einheit und Attribute Gottes; Schöpfung und Vorsehung. — Der Herr unser Gott ist ein einiger Herr. Und außer Ihm ist kein Gott. Gott ist ein Geist, ewig, allgegenwärtig, allweise und allmächtig, unendlich, heilig, gerecht, gütig, wahrhaftig; und Gott ist die Liebe. Er ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge, und er erbarmet sich aller seiner Werke. Art. 4. Die Dreieinigkeit. — In der Einheit der Gottheit sind drei Personen — der Vater, der Sohn und der heilige Geist. Art. 5. Jesus Christus, Gott und Mensch. — Jesus Christus, der Sohn Gottes und der Heiland der Welt, ist in einer Person wahrer Gott und wahrer Mensch. Art. 6. Christi Menschwerdung, Tod, Begräbniß, Auferstehung, Auffahrt, Fürsprache und Regierung, und seine Zukunft, um die Welt zu richten. — Jesus Christus, der Sohn Gottes, ward gezeuget durch den heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, litt unter Pontius Pilatus, wurde gekreuzigt, starb, wurde begraben und stand am dritten Tage wieder von den Todten auf; er fuhr auf gen Himmel und sitzet zu der rechten Hand Gottes des Vaters, wo er immerdar lebet und bittet für uns. Ihm ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden, und er wird kommen, die Welt zu richten am jüngsten Tage. Art. 7. Die Versöhnung. — Jesus Christus nahm unsere Natur an sich, jedoch ohne Sünde; er ehrte das göttliche Gesetz durch seinen Gehorsam; er, der Gerechte, starb für die Ungerechten; und er brachte eine volle Versöhnung für unsere Sünden, und ist, indem er in seiner Person das zärtlichste menschliche Mitleid mit göttlichen Vollkommenheiten vereinigt, ein angemessener, mitleidiger und allgenugsamer Heiland. Art. 8. Das Werk und die Gottheit des heiligen Geistes. — Der heilige Geist, welcher, um Christi willen, die Seele erleuchtet, straft, erneuert, tröstet und heiligt, ist wahrer Gott.