# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1863_S203 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Der Materialismus oder die sog. Resultate der modernen Naturwissenschaft. 203 Stoffe. — So fahre denn hin, traute Vernunft! Die Verrücktheit ist jetzt Königin, und die Narrenspossen kommen zu Ehren. Als einst Herzog Astolf von England, wie Ariost erzählt, den Mond bereiste, fand er alle Dinge, die den Menschen auf der Erde verloren gegangen, in einem engen tiefen Thal zerstreut umherliegen. Da sieht er unter anderen schönen Sachen auch, was wir niemals noch erbaten, gleichwie gar hoch damit gebenedeit, ich meine den Verstand, der hier, in Massen, allein mehr scheint als alles sonst zu fassen. Als Flüssigkeit, gar flüchtig und gar fein, die leicht verdampft, wenn sie nicht gut verschlossen, steht er in Flaschen hier, bald groß, bald klein, so wie er dem Besitzer just entflossen. Von allen scheint die größte die zu sein, worein der Forscher großer Geist gegossen; von andern ward sie ohne Müh' erkannt, denn ihre Inschrift hieß: der Verstand der Materialisten, abhanden gekommen bei den großen Entdeckungen der Naturwissenschaften des neunzehnten Jahrhunderts. Trotz der offenbaren Ungereimtheiten, in welche der wissenschaftliche Materialismus jeden stürzt, der ihn als Wahrheit gelten läßt; fahren wir in der Beurtheilung und Verdeutlichung seiner Lehren fort. Die großen Erfolge, welche jene Phalanx der Naturforscher in unserer Zeit erringt, beweisen aufs deutlichste, daß der ihre Behauptungen umhüllende Schein der Wissenschaft und Wahrheit für Viele zu blendend ist, um die dahinter blosliegende Unwissenschaftlichkeit und Unvernunft zu bemerken. Diesen blendenden Schein von allen Hauptlehren einer so anmaßenden und verderblichen heidnischen Secte abzustreifen dürfen wir also nicht für ganz nutzlose und unnöthige Mühe halten. In dem uns vorliegenden Kapitel der materialistischen Lehre wird ein wissenschaftlicher Beweis der Ewigkeit der Welt ausgeboten, der durch die Fortschritte der Naturwissenschaften als großartige Erwerbung der Neuzeit und unumstößliche Thatsache festgestellt sein soll. Besehen wir denn, was unsere Forscher in dieser Sache ausgefunden haben. Zunächst werden wir zu würdigem Empfange so hoher Weisheit durch einige Aussprüche älterer Weisen, welchen vergönnt war, etwas von der so lange verborgen gebliebenen Wahrheit wenigstens zu ahnen, vorbereitet. Der Verfasser unserer Studien hat drei Jahrhunderte zurückgegriffen und führt uns zuerst einen König von Peru, sodann einen verrückten Kronprinzen in einem Schauspiele als Zeugen vor. Er beginnt also: „„Du betest einen Gott an, der am Kreuze gestorben ist, ich aber bete die Sonne an, die nie stirbt.“ Peruanischer Yuka zu einem Missionär.“ „„Der große Cäsar, todt und Lehm geworden, „„Verklebt ein Loch wohl vor dem rauhen Norden. „„O daß die Erde, der die Welt gebebt, „„Vor Wind und Wetter eine Wand verklebt.“ „Mit diesen tiefempfundenen Worten deutete der große Britte schon vor 300 Jahren eine Wahrheit an, welche troß ihrer Klarheit und