# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1863_S198 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 198 Der Materialismus oder die sog. Resultate der modernen Naturwissenschaft. bestimmt Kirchspiel oder Pfarre, welches St. Petrus auch darum Kleros heißet, d. i. Theil, daß einem jeglichen sein Theil Volkes befohlen ist, wie St. Paulus Tito auch schreibet; darin kein Anderer oder Fremder ohne sein Wissen und Willen sich unterstehen soll seine Pfarrerkinder zu lehren, weder heimlich noch öffentlich; und soll ihm auch bei Leib und Seel niemand zuhören, sondern ansagen und melden seinem Pfarrherrn oder Obrigkeit. Und dieses soll man also feste halten, daß auch kein Prediger, wie fromm oder rechtschaffen er sei, in eines Papisten oder ketzerischen Pfarrherrn Volk zu predigen oder heimlich zu lehren unterstehen soll, ohne desselbigen Pfarrherrn Wissen und Willen. Denn es ist ihm nicht befohlen. Was aber nicht befohlen ist, das soll man lassen anstehen; wir haben genug zu thun, so wir das Befohlene ausrichten wollen. Es hilft sie auch nicht, daß sie vorgeben: Alle Christen sind Priester. Es ist wahr, alle Christen sind Priester, aber sie sind nicht alle Pfarrer. Denn über das, daß er ein Christ und Priester ist, muß er auch sein Amt und befohlen Kirchspiel haben. Der Beruf und Befehl macht Pfarrherrn und Prediger. (Luther.) 33. In casu necessitatis absolvit etiam laicus et fit minister ac pastor alterius, sicut narrat Augustinus historiam de duobus christianis in navi, quorum alter baptizaverit κατεχούμενον et is baptizatus deinde absolverit alterum. (Art. Schmalc.) „Wie denn in der Noth auch ein schlechter Laie einen andern absolviren und Pfarrherr werden kann, wie St. Augustin eine Historie schreibt, daß zween Christen in einem Schiffe beisammen gewesen, deren einer den andern getauft und darnach von ihm absolvirt sei.“ (Schmalk. Art.) Der Materialismus oder die sogenannten Resultate der modernen Naturwissenschaft. (Fortsetzung.) II. Unsterblichkeit des Stoffs. Indem wir uns anschicken, das 2. Kapitel der materialistischen Lehre vor den Richterstuhl der Vernunft zu bringen, sehen wir zuvor auf einen Augenblick, behufs der Anknüpfung und des Zusammenhangs, in welchem dieses Capitel mit dem ersten steht, nochmals auf das erste zurück. Zweck und Inhalt desselben war der versuchte Beweis der Unerschaffbarkeit der Welt auf Grund der Unmöglichkeit einer Schöpferkraft. Lösen wir den Faden dieses Beweises aus den manigfaltigen Verschlingungen des Unsinns und Selbstwiderspruchs, in denen wir ihn dort fanden, heraus, so stellt sich in Kürze Folgendes als die Reihe der beweisenden Gedanken dar. Zum Schaffen gehört Kraft. Diese Kraft kann keine andere sein, als die noch jetzt im Stoffe vorhandene, weil wir keine andere als diese kennen. Ueber ihre Existenz giebt uns nichts anderes Aufschluß, als die sinnlich wahrnehmbare Veränderung des Stoffes selbst, die nur als veränderte Eigenschaft des Stoffes