# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1863_S138 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 138 Was sagen die Apostel und was sagt Christus der Herr zu unserm Katechismusstreit. mit diesem Stimmrecht die Befugniß in Anspruch genommen wird, am Fundament der Kirche zu rütteln und die nothwendige Voraussetzung und unerläßliche Bedingung republikanischer Verfassungsformen, nämlich eine strenge Zucht, die ausschließt, was wider den Grundfactor jeder Verfassung, die Constitution, in unserm Falle das Bekenntniß, streitet; so springt es in die Augen, wie sehr uns etwas anderes Noth thut, als eine Synode. Und auch wenn wir Synoden hätten, so würden sie nicht berechtigt sein, den Wünschen derer zu entsprechen, die mit dem neuen Katechismus die Lehre des kleinen Katechismus Luther's beseitigt sehen möchten. Wie die aufs Bekenntniß der Kirche beeidigten Beamten einer Synode verpflichtet sein würden, jede derartige Petition zurückzuweisen, so haben nun heut zu Tage diejenigen, in deren Hände Gott die Vollmacht der ecclesia repraesentativa gelegt hat, darüber zu wachen, daß dem Glauben kein Eintrag geschehe. Und es liegt am Tage, wie auch diese Form der Verfassung an und für sich das Gedeihen der Kirche nicht hindert. VI. Zu der biblischen Lehre vom Teufel.*) Bekannt ist die Strophe aus „unsers Herrgotts Dragonermarsch,“ wie der alte Dessauer seiner Zeit Luthers „Eine feste Burg“ nannte, die wie so manches andere Wort dieses Streiters Christi beweist, daß seiner doch wahrlich reinen Gotteserkenntniß die aus Jesu Munde, worin bis jetzt noch kein Betrug erfunden worden ist, geflossene Lehre keinen Eintrag gethan habe, die in den Spalten dieses Blattes kürzlich so schnöde angegriffen ward. Und wie er, als der etwas von der Macht des bösen Feindes gewahr wurde, schreien mußte: „Der alt' böse Feind, mit Ernst er's jetzt meint u. s. w., so klagten unsere Väter: „Der alte Drach' und böse Feind vor Neid, Haß und vor Zorne brennt, sein Dichten steht allein darauf, wie von ihm werd' getrennt dein Hauf'. Und wie er vorhat bracht in Noth die Welt, führt er sie noch in Tod; Kirch, Wort, Gesetz, all' Ehrbarkeit zu tilgen ist er stets bereit. Darum kein Rast noch Ruh er hat, brüllt wie ein Löw', tracht't früh und spat, legt Garn und Strick, braucht falsche List, daß er verderb', was christlich ist.“ Ist demnach die Lehre vom Teufel mit dem ganzen christlich lutherischen Glauben verwachsen, so ist sie nicht minder wohlgegründet in der heiligen Schrift. Schon auf den ersten Blättern der Bibel erscheint „die Schlange“ in wahrlich nicht „gemüthlicher“ Gestalt. Und wenn später, wie leider auch nach unsers Heilandes Ankunft bis auf den heutigen Tag noch oft genug geschehen ist, dem starken Gewappneten „das Seine mit Frieden“ blieb, so mußte er dann freilich am aller „ungemüthlichsten“ sein Dasein zu erkennen geben, als „ein Stärkerer über ihn“ kam (s. Luc. 11, 20 — 22.). Nach christlicher Lehre werden diejenigen, die ihm durch Glauben an diesen „Stärkeren“ entrinnen bis an den jüngsten Tag das Weh entgelten, das seinem *) Nahm die bezeichnete Zeitung gleichfalls nicht auf.