# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1863_S134 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 134 Was sagen die Apostel und was sagt Christus der Herr zu unserm Katechismusstreit. Zauberei nicht aus (s. auch Offenb. 22, 15.), so kann in keiner Erklärung des zweiten Gebotes der sie betreffende Unterricht fehlen. (vgl. Apg. 8, 9. 13, 8. 16, 16.) A. Daß ein Katechismus „dem Durchschnittsstandpunkte der Zeitbildung" in dem Sinne entsprechen soll, wie hier gemeint ist, um nämlich anerkannte Lehren unsers Bekenntnisses zu beseitigen, setzt eine ähnliche Geringschätzung der Kirche und ihrer Diener voraus wie die Drohung, zu einer andern Confession übergehen zu wollen, falls nicht geschehen würde was — die Herren wünschen. In der Instruction der Diener Gottes steht aber geschrieben: „Wenn ich den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht!" (Gal. 1, 10.) f) Der Widerspruch gegen Glaubenssätze ist kein Fortschritt der Zeit. Diejenigen, welche sich zu den alten offenbarten Wahrheiten der christlichen Religion in Opposition setzen, rechtfertigen sich gern mit einer Hinweisung auf die Fortschritte unsers Jahrhunderts. Sie ist in ihren Augen ein unwiderleglicher Beweis. Sie nehmen zu demselben Zuflucht, so oft ihren zarten Nerven die frische Luft des christgläubigen Bekenntnisses ein Uebelbefinden zuwegebringt. Er scheint ein Universalmittel des Unglaubens zu sein. — Dennoch irren sie sehr, wenn sie ihre Abneigung gegen den Glauben für eine Frucht der Zeitbildung und einen Fortschritt halten. Vielmehr bezeugt uns die Bibel, daß sie mindestens nicht viel jünger ist als der Glaube. Einige Beispiele mögen dies beweisen. Die „Schlange" spricht schon „im Paradiese" zu Eva: „Sollte Gott wohl gesagt haben u. s. w.?" Gehen wir nun auch auf den Gedanken ein, daß die ersten Capitel der Bibel menschliche Dichtung seien, so ist hiernach dennoch dem Verfasser des 1 B. Mos. mindestens das Befremden nicht unbekannt gewesen, womit die menschliche Vernunft noch heut' zu Tage ein solches Verbot betrachtet: „Du sollt nicht essen von diesem Einen Baum!" Aus demselben leitet er vielmehr Sünde, Jammer und Tod her. Ja, dieser Verfasser trifft die Wurzel des Unglaubens so haarscharf, daß er den Gedanken; Gott möchte vielleicht nicht so gesagt haben, oder es möchte wohl nicht so sein wie Gott gesagt hat für teuflisch erklärt. Und dieser Zweifel war doch so sehr gerechtfertigt, ja gereichte Gott zur Ehre, — wie wir erst neulich in Nr. 178 gelernt haben. Gewiß setzt das eine Erfahrung voraus, die jener Verfasser seiner Zeit gemacht hat, eine Erfahrung, wovor der Nimbus zerfließt, in den sich der Scharfsinn des neunzehnten Jahrhunderts auch auf einem Gebiete hüllt, das nach apostolischer Lehre nicht allein in seinem Beginnen, sondern ganz bis ans Ende der Sonne, die vom Himmel scheint, befohlen ist. (s. Ebr. 11, 2. — Joh. 1, 5.) Ferner wird in der „Apostelgeschichte" (23, 8.) eine jüdische Sekte erwähnt, die fest behauptete, es gäbe weder Engel noch Geist. Sie leugnete folglich auch das Dasein des Teufels. Von dieser Sekte wird beiläufig erzählt, daß sie bei der Kreuzigung Christi nicht unthätig gewesen sei: denn