# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1863_S129 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Lehre und Wehre. Jahrgang IX. Mai 1863. No. 5. (Eingesandt von Past. Röbbelen.) Was sagen die Apostel und was sagt Christus der Herr zu unserm Katechismusstreit? (Fortsetzung und Schluß.) II. Liebe und Friede. Der Verfasser jener 11 Punkte in Nr. 163, die eine Rechtfertigung des „neuen Katechismus" bezweckten, ist von zwei Seiten beschuldigt worden, nicht der Liebe und dem Frieden gemäß geredet zu haben (s. Nr. 166 und 168). Er erwidert darauf, daß wir weder eine Reformation noch das Christenthum haben würden, wenn die menschlichen Rücksichten der Liebe und des Friedens in Sachen der Wahrheit maßgebend wären. Er kann so wenig eine Ungebühr darin sehen, den Widerspruch, der sich aus dem Heerlager des kirchlichen Indifferentismus gegen Luther's Katechismus erhoben hat, auf geeignete Weise zu entkräften, wie ihm die sachgemäße Bezeichnung einer Macht ungerecht erscheint, die bis auf unsere Tage, wo es ihr vergönnt war, das Evangelium in seinen Bekennern, oft schon — wie in Toskana — in denen, die es nur lasen, feindlich verfolgt hat. III. Ist es wahr, daß Luthers Katechismus mit Gottes Wort im Widerspruch steht? *) Diese Frage möchte ich allen Lesern der Hildesh. Allg. Zeit. vorlegen und namentlich an den dritten Gegner richten, der in No. 172 meine Ver⸗ theidigung des oben genannten Büchleins angreift. Derselbe schreibt a. a. D.: „er" (Luthers Katechismus) „wird geändert werden müssen, sofern die Kirche Widerspruch in ihm mit Gottes Wort entdeckt. Dieser Widerspruch ist aber vorhanden, wie dies in den neueren theologischen Schriften des Ober⸗Consistorialraths Meyer, des Kirchenraths Schenkel und anderer Pro⸗ fessoren nachgewiesen ist, und wie Jeder weiß, der sich nur obenhin mit den neuesten Forschungen auf dem exegetischen Gebiete beschäftigt hat." Obgleich der geehrte Verfasser hinzugesetzt: „Dies hier weiter dar⸗ zulegen wird man mir erlassen," kann ich mich doch im Interesse des theuren *) Diesen Artikel nahm die Hildesheimer Allgemeine Zeitung nicht auf.