# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1863_S53 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Eine neue homiletische Monatsschrift. 53 ihm nicht. Die Reinheit ihrer Wünsche ist dabei ihre Sache; darüber steht niemandem ein Urtheil zu. Wenn sie aber zur alleinigen Ehre des Herrn der Kirche handeln wollen, so fragt man sich mit gerechter Verwunderung, was sie doch damit meinen? Wer ist denn dieser Herr der Kirche? Ist's jener Unbekannte, den sie an dem unbekannten Orte in den Grund gelegt haben? In welchem menschenmöglichen Verstande nennen sie den den Herrn der Kirche, doch auch wohl ihren eigenen Herrn? Ist er nicht wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren, und auch wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau Maria geboren, sitzend zur rechten Hand Gottes, des allmächtigen Vaters, so kann er selbstverständlich der Herr der Kirche nicht sein. Auch kann man ihm ohne die Sünde der Abgötterei keine Ehre geben, wenn er nicht würdig ist, Preis und Ehre zu nehmen. Was mögen sie meinen? Wissen sie nicht, was sie sagen? Oder sagen sie, was sie nicht wissen? Er wird aber kommen und sich seine Ehre nehmen, denn er ist der Richter der Lebendigen und der Todten, auch der Conferenz zu Celle. Anm. d. Herausg. Gegen die Celler Conferenz ist bereits ein kräftiger Protest erschienen. Pastor Seveker zu Achelriede (Osnabrück) hat ein fliegendes Blatt ausgegeben mit dem Titel: „„Was wollen die, die in Celle um den Katechismus getagt haben? ein offnes Schreiben an den Sup. Dr. th. Gruner in Osnabrück.““ Es wird darin die Heuchelei gegeißelt, welche man bislang mit Bibel und Bekenntnissen getrieben hat, die nun von der Celler Conferenz zur Verführung des armen Volkes gebraucht wird. Baurschmidt hat in der Jeetzel⸗Zeitung Nr. 88 erklärt, in Celle sei festgesetzt, daß „„einzig und allein die heil. Schrift als Richtschnur des Glaubens und der Lehre, nicht aber die symbolischen Bücher““ gelten sollten. Er ist mit der Redactions⸗Commission sehr unzufrieden, welche in der oben angeführten Veröffentlichung den Sinn der Conferenz ganz falsch wiedergegeben habe. Das Reich ist also uneins, ob in der Sache, das kann bezweifelt werden. Baurschmidt ist es wohl nur unangenehm, daß der Conferenz der Schafspelz der heil. Schrift nicht strammer umgelegt ist. Denn was er selbst von der h. Schrift hält, zeigt seine Flugschrift „„Prüfet alles.““ Die heil. Schrift ist ihm Richtschnur des Glaubens, insofern sein Verstand Richtschnur der heil. Schrift ist. Daß aber die Redactions⸗Commission ihre eigenen Wege gegangen ist, zeigt, daß man den hannoverschen Luther außer Diensten sehr rasch mit einigen Weihrauchfässern zu seiner Ruhestätte begleitet hat.“ (Eingesandt von Prof. Bauer.) Eine neue „homiletische Monatsschrift“ ist erschienen, enthaltend „Evangelische Zeugnisse aus den deutschen Kirchen in Amerika, herausgegeben von Dr. Philipp Schaff.“ Im Verlag von J. Kohler, Philadelphia, Pa.