# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1863_S49 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Zur Geschichte des Hannoverschen Katechismusstreits. 49 Meyer aus Uslar, Reuter aus Oldendorf, Busse aus Sarstedt, Köhler aus Pattensen i. C., Fiedeler aus Pattensen i. L., Thilo aus Markoldendorf, Oberdieck aus Uelzen, Harmsen aus Schwarmstedt und Habenicht aus Seelze. Es ist nur ein Name darunter, welchen einige mit Verwunderung in dieser Gesellschaft auftauchen sehen; es werden noch mehr Enttäuschungen kommen. Alle diese, so viel wir wissen, erscheinen zum ersten Male in den Thoren Zions und verheißen ihre That. Superintendenten sind wesentliche Bestandtheile unserer Kirchenverfassung (cf. Schlegel's Kirchenrecht); sie sind bestellte, ausführende Organe des befugten Kirchenregiments, selbst also Glieder des Kirchenregiments. Diese zehn Superintendenten sind nun zusammengekommen, um die bestehende rechtmäßige Kirchenverfassung wesentlich umzugestalten und das Kirchenregiment in seinen Befugnissen wesentlich zu beschränken. Sie wollen das nicht allein von sich aus persönlich erstreben, etwa auf Grund ihrer Wahrnehmungen ihre gewissenhafte Ueberzeugung aussprechen und wohlgemeinte Vorstellungen machen, auf dem amtlichen Wege, der ihnen offen ist; sie wollen auch die Gemeinde dazu aufrufen, und sich verbünden, und man weiß, wie und wodurch das geschieht und allein geschehen kann. Sie haben sich endlich durch ein bestelltes Comité förmlich organisirt, um ihre Aufgabe mit Plan und Nachdruck zu verfolgen. Wie reimen nun diese Männer ihr Unternehmen mit ihrer amtlichen Stellung und den gelobten Pflichten derselben? Von den meisten wird man wohl sagen dürfen: sie wissen nicht, was sie thun. Denn hier wird die kirchliche Revolution, oder sollen wir uns etwas „gesetzlicher" ausdrücken, der Abbau und Umbau der Kirche organisirt und von Beamten des Kirchenregiments selbst in die Hand genommen. Neben diesen Superintendenten sind drei Stadtsuperintendenten oder Seniores ministerii, nämlich Gruner aus Osnabrück, Schläger aus Hameln und Bödeker aus Hannover*) und endlich 19 Pastoren auf dem Tage erschienen. Baurschmidt und Sulze, Greiling und Diestelmann sind bekannt; auch Hoffmeister aus Drochtersen hat jüngst einige Berühmtheit gewonnen; die übrigen kommen aus der friedlichen Verborgenheit ihres Pfarrgehöfts und erwecken unsere neugierigen Erwartungen. „Als besonders bemerkenswerth muß aber hervorgehoben werden, daß auch der Professor Dr. Ewald expreß aus Göttingen nach Celle gekommen war, um sich an der Conferenz zu betheiligen" Verzeichnen wir denn diese Merkwürdigkeit auch hier. Dr. Alt ist aus Hamburg, Generalsuperintendent Stöter aus Gandersheim durch die Morgenröthe dieses Kirchentages herbeigelockt; sie erscheinen als Zuhörer, denen zuletzt auch ein Schuldirector Volkmar aus Osnabrück zugezählt ist. Dieses sind die handelnden Personen. Die *) Zum Verdruß der Hannoverschen Demokratie der einzige Geistliche aus der Residenz, der in Celle mit getagt hat; ein paar andere haben die auffordernden Winke nicht verstehen wollen.