# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Januar 1863_S27 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Kirchlich⸗Zeitgeschichtliches. 27 und Fürsten die im Gefolge ihrer Nachsicht und Arglosigkeit gegen die eigentlichen „Heuchler“ jetzt über sie hereinbrechenden schweren Prüfungen mildern und sie zur klaren Einsicht gelangen lassen über das Streben der im Freimaurerbunde versteckten revolutionären „Arbeiten.“ “ Ja möchte nur! Auch v. Bennigsen hat als Großmeister des deutschen eklektischen Bundes und Präsident des Rationalvereins ein gutes Stück Arbeit geliefert, wovon der Katechismushandel die Krone ist. Dem Könige von Preußen sollen bei dieser Schrift die Augen etwas aufgegangen sein, und er soll die „Heuchler“ gefunden haben, wo er sie zu Anfang seiner Regierung nicht suchte. Wenn er sie nur nicht zu spät gefunden hat! Der Maurerorden ist übrigens ein bloßes Gefäß, von welchem die Zeitströmung auf ihre Weise Gebrauch macht, so gut wie von den Juden. Darnach ist er bald mehr, bald minder gefährlich. Nur das Geheimniß eines unzugänglichen Bundes muß allezeit Bedenken erregen, weil es gefährlichen Umtrieben sowohl zum Verstecke als zur Maschienerie dienen kann. Mit Recht verlangt daher der Bischof Ketteler von Mainz, daß der Bund an die Oeffentlichkeit treten müsse in einer Zeit, welche überall in allem Verfahren Oeffentlichkeit zum Gesetze macht. Das würde jedoch das Ende des Freimaurerordens sein, aber nicht das Ende geheimer Orden. Denn will einmal eine gewisse Partei die Welt beherrschen und alles an ihren Fäden sich drehen lassen, so muß sie verlangen, daß alles in Staat und Kirche an das Licht der Oeffentlichkeit gezogen wird, um es den Pfeilen der Verdächtigung oder dem Schirme marktschreierischer Lobhudeleien übergeben zu können, während die Partei selbst ungestörte Maulwurfsarbeit im Finstern thut. Der Berliner Freimaurer sollte sich nicht darüber beklagen, daß seine Brüder die ganze Hand nehmen, nachdem er ihnen den Finger gereicht hat.“ Kirchlich⸗Zeitgeschichtliches. I. America. Der „Observer“ über die „Absicht Gottes bei dem gegenwärtigen Krieg.“ So sehr wir unter der Hand Gottes seufzen müssen, die in dieser ernsten Zeit der Heimsuchung schwer und nachhaltend auf uns und unserem armen Lande liegt, so scheinen doch, Gott sei Lob und Dank, die Züchtigungen des HErrn an uns nicht ganz vergeblich zu sein, da sich die Stimmen mehren, die als den wahren Grund unseres nationalen Unglücks unsere großen nationalen Sünden anerkennen. So thut auch der „Observer“ in der Nummer vom 12. December, da er in einem Aufsatz unter obigem Titel die Frage nach der Absicht Gottes bei dem gegenwärtigen Krieg dahin beantwortet: „Fürs erste will er dadurch den Stolz der Nation demüthigen. „„Wer zu Grunde gehen soll, der wird zuvor stolz und stolzer Muth kommt vor dem Fall.““ Wir sind zu stolz geworden, sowohl was die Individuen, Familien und Staaten, als was die Nation als solche betrifft, und wir müssen gedemüthigt werden oder zu Grunde gehen. Es gibt keine Hilfe für uns außer in der Demuth. Wie von Einzelnen so von Nationen heißt es: „„. Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, der soll erhöhet werden.“ — Ferner: Gott will durch diesen Krieg den schrecklichen Hang der Nation zum Geiz brechen. Wir sind als ein Volk an dieses Laster verkauft gewesen, sind eine Nation von Götzendienern geworden, die dem Gotte Mammon dienen, und der Allmächtige hat beschlossen, seine Hand an unsern Götzen zu legen und ihn vor unsern Augen zu Staub zu zerknirschen. Drittens: Gott will uns unsere Abhängigkeit von ihm lehren. Wir sind in unsern eignen Augen so reich, groß und weise geworden, daß wir uns einbilden konnten, wir „„bedürften nichts“““ und könnten gar wohl fertig werden ohne unsern Schöpfer. Wir hatten ein solches Land, solchen Ackerbau, Manufakturen, Handel und Kenntnisse, vermochten solche Armeen und Flotten aufzubringen, solche Festungen und eisengepanzerte Schiffe zu bauen und so wunderbare