# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Januar 1863_S8 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 8 Ueber das evangelische Verhalten eines christlich gesinnten Gemeindeschullehrers ꝛc. gungen zu dienen, die ganz offenbar nichts sind, als Bethätigungen des Geistes dieser letzten Zeit, und die ganz dazu angethan sind, daß man in ihnen den Anfang des letzten schrecklichen Welt·Trauerspiels, des allgemeinen Kampfes der widerchristlichen Mächte wider Gottes Ordnung in Staat, Kirche und Haus, erblicken muß. Die Sclavereifrage endlich aber ist es namentlich gewesen, die in der letzten Zeit vieler Herzen Gedanken offenbar gemacht hat. Von ihr gedenken wir denn in nächstfolgender Nummer uns auszusprechen; natürlich nicht, sofern dieselbe eine rein politische ist, denn damit haben wir hier nichts zu thun, sondern von Seiten der christlich religiösen Moral. (Fortsetzung folgt.) ————◆◆———— Ueber das evangelische Verhalten eines christlich gesinnten Gemeindeschullehrers, theils gegen seine Schulkinder, theils gegen die Gemeinde, theils gegen den Pastor. (Schluß.) Wir kommen nun zum zweiten Stück unserer Betrachtung, wie sich ein christlich gesinnter Schullehrer gegen die Gemeinde auf evangelische Weise zu verhalten habe. Die summarische Antwort lautet: In der dienenden Liebe; denn als ein Bekenner und Nachfolger Christi kann er auch gegen die Gemeinde, die, sammt ihrem Hirten, ihn zum Dienste im Weiden der Lämmer Christi berufen hat, sich nicht anders verhalten. Welche Stücke aber sind in dieser summarischen Antwort enthalten? Es sind vornehmlich diese: Zum Ersten wird der Schullehrer diese seine dienende Liebe darin erzeigen, daß er sich mit den Eltern seiner Schulkinder zu deren Bestem mehr oder minder in Gemeinschaft setzt; denn wenn nicht die Eltern dem Schullehrer in derselben häuslichen Zucht und Vermahnung zu Hülfe kommen, welche die Kinder in der Schule erfahren, so wird schwerlich derselbe Grad der geistlichen Wohlfahrt an ihnen erreicht werden. Die gemeine Erfahrung weis't freilich leider zur Genüge aus, in wie wenig Familien ein heilsamer Ernst in wahrhaft christlicher Kinderzucht stattfindet, und wie leider die meisten Eltern entweder zu schlaff oder zu straff, und hier zu Lande größtentheils das erste sind. Solche Eltern sind allerdings fern davon, des Schullehrers Last an ihren Kindern mitzutragen, vielmehr laden sie ihre eigene Last ihm auch mit auf, und die besten helfen ihm höchstens darin, daß sie ihre Kinder zum ordentlichen Besuch der Schule anhalten, und eine Aufsicht über ihren häuslichen Fleiß führen, daß ihre Kinder das Aufgegebene lernen oder ausarbeiten. Sehr selten aber möchte es sich zutragen, daß etwa der Vater bei dem Schullehrer persönlich nähere Erkundigung einzöge, wie es mit seinen Kindern in der Schule gehe, wie ihre Aufmerksamkeit und Betragen sei, welche Fortschritte sie machten, u. s. w.; eben so selten kommt