# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_December 1862_S363 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Ueber das evangelische Verhalten eines christlich gesinnten Gemeindeschullehrers ꝛc. 363 der fleischlichen Vernunft treten sie als unscheinbar und als kaum vorhanden weit zurück hinter die Abgötter der Kinder des Unglaubens, als da sind: fleischlich gesinnte, aber mächtig begabte, siegreiche Eroberer, berühmte Entdecker, große Redner, kluge Staatsmänner, bewunderte Erfinder, Philosophen, Dichter, Künstler, Gelehrte u. s. w. Vor Gott aber, und nach dem Urtheil seines Wortes, sind sie nicht blos als Gläubige und wahre Christen seine lieben Kinder, sondern zugleich als gläubige und christliche Schullehrer hoch und werth gehalten, weil sie als Gottes Mithelfer und Mitarbeiter, mit und durch sein Wort in Lehre und Zucht der lieben Jugend zur Buße zu Gott, zum Glauben an unsern HErrn Jesum Christum, zum gottseligen Wandel in den heil. zehn Geboten, und schließlich zur ewigen Seligkeit und Herrlichkeit mit verhelfen. Auch fehlt es nicht an lieblichen und tröstlichen Exempeln, wie bisweilen die von treuen Schullehrern in junge Herzen frühe ausgestreuten Samenkörner der christlichen Lehre nach Jahren und Jahrzehnten des Abfalles und der Verwilderung durch die Gnade des heil. Geistes endlich doch durchbrachen, und eine rechtschaffene Bekehrung erfolgte. Trotz solcher Ehre und Würde aber, die treue und tüchtige Schullehrer vor Gott haben, ist ebenso gewiß, daß sie sich zugleich stetiglich in der Kreuzesschule ihres himmlischen Lehrers und Erziehers befinden; denn sie haben immerdar zu kämpfen, theils mit der Unart ihres eigenen, bald trägen, bald hochmüthigen, bald leichtsinnigen, bald zornmüthigen, bald schwermüthigen Fleisches, theils mit allerlei Ausbrüchen der verderbten Natur in ihren Schulkindern, theils mit der Nachlässigkeit oder Zornmüthigkeit, oder hochmüthigen Einmischung dieser und jener Eltern ihrer Schulkinder, theils mit den listigen Anläufen und feurigen Pfeilen des Satans, der solchen Knechten Christi am meisten gram ist, die ihm durch die rechte Führung des göttlichen Worts gegen Alt oder Jung den meisten Abbruch thun. Endlich wird solchen Schullehrern, so sie ehelich sind und eigene Kinder haben, das liebe Kreuz daheim in ihrem Hause auch nicht fehlen. Da gilt es also, daß sie als Kreuzesschüler ihres für sie gekreuzigten HErrn und Heilandes den guten Kampf des Glaubens kämpfen, und das Schwert des Geistes, Gottes Wort, als Trutz⸗ und Schutzwaffe fleißig führen, das Gebet und die Fürbitte ernstlich üben und treiben. Denn nur also kann es geschehen, daß sie ihres großen und herrlichen Berufes mit ganzem ungetheiltem Herzen warten, und Gottes Ehre, ihre eigene Heiligung und ihrer Schulkinder Nutz und Frommen in der Ausrichtung desselben stets und fest im Auge behalten. Nur also kann es geschehen, daß sie bei guter Förderung und gesegnetem Fortgange ihrer Schule nicht in den übelberüchtigten Schulmeisterdünkel und Hochmuth fallen, bei allerlei Hinderung und Erschwerung aber, auch bei dem herrschenden Undank der meisten Eltern, nicht in Verzagtheit oder Trübsinn, oder Verdrossenheit gerathen, sondern an Gottes Wort und Verheißung die lässigen Hände und müden Kniee immer wieder aufrichten. Nur also kann es geschehen, daß sie in kein halbherziges, laues und flaues