# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_October 1862_S308 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 308 Ein Beitrag zur Verbesserung der Ausgaben von Luthers Werken. König von Dänemark“ ist eine Conjectur, welche aus der verkehrten Jahres⸗ zahl 1538 gemacht ist, denn Christian wurde im Jahre 1536 König. Die Adresse Luthers ist aber an den „Erben zu Norwegen“ gerichtet. Daß dieser Brief in das Jahr 1528 gehört, wird dadurch gewiß, daß der im Briefe erwähnte Melchior Hoffmann (eigentlich Melchior Knesner, genannt Hoff⸗ mann vgl. Bd. 54, p. 345) noch im Jahre 1528 Holstein verließ und 1532 in Straßburg im Gefängnisse starb. (vgl. Guer. K. G. III. 718). — Auch bei de Wette ist dieser Brief mit denselben Fehlern doppelt. de Wette III., 361 und V. 121. — Der Brief No. 574, Bd. 55, p. 207 ist daher zu streichen. In Bezug auf No. 269 ist der Irrthum, daß es im 56. Bande p. XIX noch einmal mit unrichtiger Adresse gedruckt ist, angezeigt im 65. Bande, p. VI. Die Ueberschrift von No. 398, Bd. 54, p. 291 sollte ebenso wie die von No. 386 und 482 heißen: „An den Rath zu Hervord.“ Klosterherren pflegen die Insassen eines Klosters genannt zu werden. Daß Luther bei diesem Briefe die Anrede anders als im Briefe No. 386 stellt, mag darin seinen Grund haben, daß er von den in Wittenberg anwesenden Gesandten den eigentlichen Titel der Regenten zu Hervord „die neun Männer“ erfahren hat. Dieselben hatten, wie der Brief ausweist, keine Jurisdiction über die Fratres. Der Brief No. 349, Bd. 54, p. 207 ist durch eine Conjectur, wahr⸗ scheinlich weil in demselben die Confession und Apologie erwähnt wird, in das Jahr 1530 gesetzt. Der in diesem Schreiben genannte Hildener zur Syde ist der Schosser Hiltener zu Zeida, dessen Fallen in Ungnade sich im Jahre 1539 begab. (vgl. No. 592 und 593, Band 55, p. 228 ff.). Daher ist der Brief zu adressiren „an den Kurfürsten Johann Friedrich“ und ist verabfaßt nach dem 3. Juni 1539. Dieses Resultat wird durch folgende Gründe bestätigt: Der Herzog Johann Friedrich hatte im Jahre 1530, bei Lebzeiten des Kurfürsten Johannes mit solchen Angelegenheiten, wie dieser Brief enthält, Nichts zu thun. Der Ausdruck „die rechten Kohlhasen“ be⸗ zieht sich auf die Fehde Kohlhase's gegen Kursachsen im Jahre 1534. (vgl. No. 485). Die Anmaßung und Willkür des Adels: „der Adel will die Fürsten lehren“ war im Jahre 1539 auf's Höchste gestiegen, wie No. 617 zeigt, in welchem Briefe wieder des Mordbrenners Kohlhase gedacht wird. — Zeida wird geschrieben Seyde 56, XXVII. No. 358, Bd. 54, p. 216 ist auch bei Walch doppelt: XVII, 2397 und 2494. No. 408, Bd. 54, p. 310 ist auch in den Sammlungen enthalten, siehe Band 65, p. 222. No. 413 ist dem Inhalte nach vollkommen in No. 414 enthalten. Einer von den beiden Briefen ist unächt. Es mag damit eine ähnliche Bewand⸗ niß haben, als mit No. 39 im 53. Bande. No. 414 scheint mir das Ge⸗ präge der Originalität zu haben.