# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1862_S265 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Lic. Ströbel über die Revision der Luther'schen Bibel. 265 können auch Theile derselben genannt werden, indem sie in der äußerlichen Gemeinschaft derselben leben. 48. Quam multi lupi intus, quam multae oves foris! (Augustin.) Wie viele Wölfe sind drinnen, wie viele Schafe draußen! (Schluß dieses Locus folgt.) —— Lic. Ströbel über die Revision der Lutherschen Bibel. Im dritten Quartalheft gegenwärtigen Jahrgangs der Rudelbach⸗Guericke'schen Zeitschrift findet sich eine Abhandlung K. Ströbel's über den in der Ueberschrift angegebenen Gegenstand. Die Abhandlung nimmt auf folgende Schriften Rücksicht: „Vorschläge zur Revision von Dr. M. Luthers Bibelübersetzung. Erstes Heft. Von Mönckeberg. Halle (Canstein. Bibelanstalt) 1861. 70 S. gr. 8. — Stier, Der deutschen Bibel Berichtigung. Bielefeld (Velhagen und Klasing) 1861. 120 S. gr. 8," sowie auf einen Aufsatz von H. S.: „Gegen Veränderung der luth. Bibelübersetzung," in der Evangelischen Kirchen⸗Zeitung von 1861, Nr. 56 (Beilage) und 57. — Die Ströbelsche Abhandlung zerfällt in zwei Abschnitte, in deren erstem der Schreiber die allgemeinen Gegengründe gegen die projectirte Revision der deutschen Luther⸗Bibel vorlegt, und in deren anderem er die Grundsätze einer Kritik unterwirft, nach welchen Mönckeberg, und namentlich die, nach denen Stier eine solche Revision angestellt wissen will. Beide Abschnitte sind kostbare Arbeiten, wie sie nur ein Ströbel liefert. Wir können uns nicht enthalten, wenigstens den ersteren unseren Lesern mitzutheilen. Er lautet, wie folgt: Ueber die beabsichtigte Revision spricht sich die Cansteinische Bibelanstalt in ihrem Vorwort zu den „Vorschlägen" im Wesentlichen folgendermaßen aus: „Nachdem dieser Gegenstand schon früher auf den bei Gelegenheit des Evangelischen Kirchentages gehaltenen Conferenzen von Vertretern verschiedener Bibelgesellschaften erwogen war, wurde von der zu Stuttgart im Herbst 1857 stattgehabten Versammlung derselben der Beschluß gefaßt, die Canst. Bibelanstalt sollte aufgefordert werden, das Werk der Revision in die Hand zu nehmen." Diesen Beschluß sah die genannte Anstalt „als eine ihr vom HErrn selbst gestellte Aufgabe" an, und „ging daher mit freudiger Zuversicht ans Werk, für welches sie die geeignetsten Männer zu gewinnen" bemüht war. „Der Herr Prediger Mönckeberg in Hamburg, der seit Jahren dem luth. Bibeltext die ernstesten Studien gewidmet und gerade dieser Angelegenheit das regste Interesse zugewandt hatte, erklärte sich bereit, den theologisch⸗kritischen, Hr. Dr. G. K. Frommann in Nürnberg in Gemeinschaft mit dem Hrn. Prof. Rud. v. Raumer in Erlangen, den sprachlichen Theil der Arbeit zu übernehmen." Man fand es für nöthig, „die Grundsätze, welche bei der ganzen Arbeit zu befolgen seien," zu veröffentlichen und zugleich „Rechenschaft von der Anwendung derselben im Einzelnen zu geben. Dies