# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_August 1862_S226 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 226 Referat über die rechte Mitte der lutherischen Liturgie. Auslegung im Volk, **) und würde des HErrn gedacht, wie er befohlen hat am Abendessen.“ (E. A. 22, 240.) e) Psalmodie und Liebesopfer: „Von diesem Brauch (da man im A. T. nämlich die Speise „webete“) sein überblieben noch drei Wahrzeichen. Das erst, daß man das erst und letzt Gebet der Meß heißet Collecten, d. i. Versammlung; damit bezeuget wird, daß dieselben Gebet seien gesprochen als ein Benedicite und Gratias über dieselben zusammengetragen Speis, dieselben zu segnen und Gott danken, und nach der Lehre St. Paul (1 Cor. 10, 30. 31.). Das ander, daß die Leut nach dem Evangelio noch zum Opfer gahen (gehen), davon der Gesang, den man daselbst singt, heißt Offertorium, das ist, ein Opfer. Das dritte, daß der Priester mit der Patene aufhebt und opfert Gott die ungesegnete Hostie, eben dieselbe Zeit, wenn man singt das Offertorium und die Leut opfern; damit angezeigt wird, daß nicht das Sacrament Gott geopfert wird von uns, sondern allein dieselben Collecten und Opfer der versammleten (gesammelten) Speis und Güter, daß da Gott für gedankt wird und sie gesegnet, auszutheilen allen Dürftigen.“ (Sermon v. Neuen Test. d. i. d. h. Messe 1520. E. A. 27, 157. 158.) f) Zum Sanktus: Das Siegel oder Wahrzeichen, ist das Sakrament Brot und Wein, darunter sein wahrer Leib und Blut. Denn es muß alles leben, was in diesem Testament ist; drum hat er es nicht in todte Schrift und Siegel, sondern lebendige Wort und Zeichen gesetzt, die man täglich wiederum handelt. Und das bedeutet der Priester, wenn er die Hostien aufhebt, damit er nicht so fast Gott als uns anredet, als sollt er uns sagen: Sehet da, das ist das Siegel und Zeichen des Testaments, darinnen uns Christus bescheiden hat Ablaß aller Sünd und ewiges Leben. Dazu stimmt auch der Gesang im Chor: „Gebenedeiet sei der da zu uns kommt in dem Namen Gottes,“ daß wir bezeugen, wie wir darinnen Güter empfangen und nicht ihm opfern oder geben.“ (Ebendas. p. 149.) g) Consecration: „Nun sieh, was haben sie uns aus der Messe gemacht? Zum Ersten haben sie uns die Worte des Testaments verborgen und gelehret: man soll sie den Laien nicht sagen, es seien heimliche Worte, Gott dem Allmächtigen, bekennet eure Sünden und Gebrechen und sprecht mit dem öffentlichen Sünder: „Gott sei mir armen Sünder gnädig!“ mit herzlicher Liebe und Begierde seiner göttlichen Gnade und Hilfe, mit festem Glauben und Vertrauen auf sein gnädiges Zusagen und vergebet von Herzen ein Jeder seinem Nächsten, auf daß euch euer himmlischer Vater eure Sünd und Missethaten auch vergebe. So ihr solches thut, entbinde ich euch nochmals anstatt der heil. christlichen Kirche und aus Befehl und Zusagen unseres Herrn Jesu Christi, da er sprach: „Wem ihr die Sünden vergebt, denen sind sie vergeben“, von allen euren Sünden, im Namen des Vaters und des Sohnes und des heil. Geistes. Amen.“ — (War es etwa diese Form der allgemeinen Beichte, über welche sich der bekannte Nürnberger Absolutionsstreit erhob?) **) Wie sie die Abendmahlsvermahnung in unserer Agende für die Frühcommunion p. 65 enthält.