# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juni 1862_S174 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 174 Referat über die rechte Mitte der lutherischen Liturgie. lobend und preisend einstimmt in ihres berufenen Dieners und Führers Ruf, also im Loben und Danken mit ihm correspondire durch Respondiren. 1 Cor. 14, 16. Siehe oben. Col. 3, 16.: „Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit. Lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen Liedern und singet dem HErrn in eurem Herzen.“ Esra 3, 10, 11.: „Und da die Bauleute den Grund legten am Tempel des HErrn, stunden die Priester angezogen, mit Drommeten, und die Leviten, die Kinder Assaphs, mit Cymbeln, zu loben den HErrn mit dem Gedicht Davids, des Königs Israel, und sungen um einander (antiphonatim, in wechselnden Chören), mit Loben und Danken dem HErrn, daß er gütig ist und seine Barmherzigkeit ewiglich währet über Israel. Und alles Volk tönete laut mit Loben den HErrn, daß der Grund im Hause des HErrn gelegt war.“ Ps. 136 ist durchaus für den wechselseitigen Vortrag eingerichtet, wie dies überhaupt durch den Parallelismus bei allen Psalmen der Fall ist. Ps. 147, 7.: „Singet um einander dem HErrn mit Danken und lobet unsern Gott mit Harfen.“ Luther, Ordnung des Gottesdienstes in der Gemeinde: „Das Gesänge in den Sonntagsmessen und Vesper laß man bleiben, denn sie sind fast gut und aus der Schrift gezogen, doch mag mans wenigern oder mehren. Aber das Gesänge und Psalmen täglich des Morgens und Abends zu stellen, soll des Pfarrers und Predigers Amt sein, daß sie auf einen jeglichen Morgen einen Psalmen, ein fein Responsorium oder Antiphon mit einer Collekten ordnen. Des Abends auch also, nach der Lektion und Auslegung öffentlich zu lesen und zu singen.“ (Erl. A. 22, 156.) Derselbe, Weise christl. Meß zu halten: „Viel Gesang in der Meß ist fein und herrlich vom Danken und Loben gemacht und bisher geblieben.“ Derselbe, Vorrede zum Geistl. Gesangbüchlein 1524: „Daß geistliche Lieder singen gut und Gott angenehm sei, acht ich, sei keinem Christen verborgen, dieweil Jedermann nicht allein das Exempel der Propheten und Könige im Alten Testament (die mit Singen und Klingen, mit Dichten und allerlei Saitenspiel Gott gelobet haben), sondern auch solcher Brauch, sonderlich mit Psalmen, gemeiner Christenheit von Anfang kund ist. Ja auch St. Paulus solches 1 Cor. 14 einsetzt und zu den Colossern gebeut, von Herzen dem HErrn singen geistliche Lieder und Psalmen, auf daß dadurch Gottes Wort und christliche Lehre auf allerlei Weise getrieben und geübet werden.“ (Erl. A. 56, 297.) 3. Hiezu gehört endlich, daß das liturgische Wort eine durchaus objektive Haltung habe. Dies gilt besonders in allem, wo der Liturg der Wortführer der Gemeinde vor Gott ist, also in allen Arten des gemeinsamen Gebetes. Die versammelte Gemeinde darf nicht der subjektiven Willkühr ihres Vorbeters preisgegeben sein durch ein ausschließ⸗