# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juni 1862_S163 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Referat über die rechte Mitte der lutherischen Liturgie. 163 digen. Es ist ein Dienst, der von Christo nicht zu Christo gehet, und der nicht von uns, sondern zu uns kommt.“ (Erl. Ausg. 7, 79.) Apologie von der Messe: „Sacramentum ist eine Ceremonia oder äußerlich Zeichen, oder ein Werk, dadurch uns Gott gibt dasjenige, so die göttliche Verheißung, welche derselbigen Ceremonien angeheftet ist, anbietet. Als, die Taufe ist eine Ceremonie und ein Werk, nicht, das wir Gott geben oder anbieten, sondern, in welchem uns Gott tauft oder der Diener an Gottes statt. Da beut uns Gott an und gibt uns Vergebung der Sünde nach seiner Verheißung: Wer da glaubet und getauft wird, der soll selig werden. Wiederum, Sacrificium oder Opfer ist eine Ceremonia oder ein Werk, das wir Gott geben, damit wir ihn ehren.“ (Art. 12 p. 206. Berl. Ausg. Im Nachfolgenden führt die Apologie aus, daß der Christen Opfer nicht Sühnopfer, sondern eitel Dank- und Lobopfer für das vollgültige Versöhnopfer Christi seien.) Luther; Sermon von dem Neuen Testament ꝛc.: „Ein Testament ist nicht Beneficium acceptum, sed datum; es nimmt nicht Wohlthat von uns, sondern bringt uns Wohlthat. Wer hat je gehört, daß der ein gut Werk thue, der ein Testament empfähet? Er nimmt wohl zu sich eine Wohlthat. Also auch in der Meß geben wir Christo nichts, sondern nehmen nur von ihm. Man wollt denn das ein gut Werk heißen, daß ein Mensch still hält und läßt ihm wohlthun, Essen und Trinken geben, kleiden und heilen, helfen und lösen; gleich als in der Tauf, da auch göttlich Testament und Sacrament ist, niemand Gott etwas gibt oder wohlthut, sondern nimmt etwas; so auch in allen andern Sacramenten (Handlungen) auch in der Predigt.“ Erl. Ausg. 27, 155. Derselbe, indem er seiner „Vermahnung zum Sacrament des Leibes und Blutes unseres HErrn 1530“ unter den beiden Ursachen die uns zum Sacrament reizen sollen, als die erste diejenige, die Christum selbst betrifft, bezeichnet, und dabei sich auf die Worte stützt: „Solches thut zu meinem Gedächtniß“ — spricht unter anderm also: „Lerne sein gedenken, das ist (wie gesagt) predigen, preisen, loben, zuhören und danken für die Gnade in Christo erzeigt. Thust du das, siehe, so bekennest du mit Herzen und Munde, mit Ohren und Augen, mit Leib und Seele, daß du Gott nichts gegeben habest noch mögest, sondern alles und alles von ihm habest und nehmest, sonderlich das ewige Leben und unendliche Gerechtigkeit in Christo. Wo aber das geschieht, so hast du ihn dir zum rechten Gott gemacht und mit solchem Bekenntniß seine göttliche Ehre erhalten. Denn das heißt ein rechter Gott, der da gibt und nicht nimmt, der da hilft und nicht ihm helfen läßt, der da lehret und regiert und sich nicht lehren und regieren läßt. Summa, der alles thut und gibt und er niemands bedarf und thut solches alles umsonst aus lauter Gnaden, ohn Verdienst der Unwürdigen und Unverdienten, ja den Verdammten und Verlornen. Solch Gedächtniß, Bekenntniß und Ehre will er haben. Siehe, dieser Gottesdienst gehet daher wohl ohne alle Pracht und füllet die Augen nicht nach dem Fleisch; er füllet aber das Herz, welches doch sonst weder Him⸗