# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1862_S146 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 146 Vulkanismus. ein Mensch, sondern ein armer und der elendeste geworden zu seyn, daß der heilige Geist uns ein Buch für sein Wort ausgegeben, worin er wie ein Alberner und Wahnsinniger, ja wie ein unheiliger und unreiner Geist, unsrer stolzen Vernunft Mährlein, kleine verächtliche Begebenheiten zur Geschichte des Himmels und Gottes gemacht. 1 Cor. 1, 25. — — daß dieser Glaube uns alle unsere eigenen Handlungen und die edelsten Früchte der menschlichen Tugend nicht anders als die Risse der feinsten Feder unter einem Vergrößerungsglas entdeckt oder die zarteste Haut unter gleichem Anblick; daß es daher unmöglich ist, ohne Glauben an Gott, den sein Geist wirkt und das Verdienst des einigen Mittlers, uns selbst zu lieben und unsern Nächsten; kurz, man muß ein wahrer Christ seyn, um ein rechtschaffener Vater, ein rechtschaffenes Kind, ein guter Bürger, ein rechter Patriot, ein guter Unterthan, ja ein guter Herr und Knecht zu seyn; und daß, im strengsten Wortverstand, jedes Gute ohne Gott unmöglich ist, ja daß er der einzige Urheber desselben. —— Vulkanismus. Ueber diese Theorie, daß die Erde nicht aus Wasser (Neptunismus), sondern aus Feuer entstanden sein müsse, schreibt Andreas Wagner in der Ev. Kirchenzeitung vom 5. Febr. in einem Aufsatze: „Die Berufung auf die Naturwissenschaft als Instanz zur Bestreitung des mosaischen Schöpfungsberichts," Folgendes: Alle Lehrbücher der Geologie, in welcher Sprache sie auch verfaßt sein mögen, stellen einstimmig die Entstehung der Erde aus Feuer als unbezweifelbares Resultat der naturwissenschaftlichen Forschungen hin; dennoch bleibe ich auf meiner Behauptung stehen und habe es leicht, sie auf wissenschaftlichem Wege und für Jedermann verständlich nachzuweisen. Bekanntlich ist der Streit zwischen Neptunismus und Vulkanismus ein alter. Zu Anfang unsers Jahrhunderts brachte Werner den ersteren zur allgemeinen Geltung, wenigstens in Deutschland, was ihm indeß nicht in gleicher Weise in England und Frankreich gelang. Von diesen Ländern aus erhob sich vielmehr ein immer entschiedenerer Widerspruch gegen die Werner'sche Lehre, der auch in Deutschland Eingang fand, bis in kurzer Zeit die vulkanistische Theorie zur alleinigen und unbedingten Herrschaft in der Geologie gelangt war. Es kam daher den Geologen nicht wenig unerwartet, als im Jahre 1837 Nepomuk Fuchs ihnen den Fehdebrief hinwarf mit der Erklärung, daß vom chemischen Standpunkte aus die Annahme einer feurigen Entstehung des Quarzes und ebenso aller der Gebirgsarten, bei welchen, wie beim Granit, der Quarz einen Gemengtheil ausmacht, schlechterdings nicht zulässig sei, sondern nur die gegentheilige, nämlich die Bildung auf nassem Wege. Hiermit war also die Annahme der feurigen Entstehung der Erde als irrig abgewiesen. Diese Erklärung, abgegeben von einem der berühmtesten Mineralogen und Chemiker, setzte die Geologen, die meist mit der.