# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Mai 1862_S131 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Theologische Axiome. 131 einfältiger Meinung darum, daß unser Glaube will bekennen, daß Christus Leib da sei.“ (Luther.) 16. Unio naturalis, personalis et sacramentalis confundi non debet. (Gerh.) Die natürliche, persönliche und sacramentliche Vereinigung darf nicht vermengt werden. 17. In sacra coena praesens est totum Christi, non tamen sacra- mentaliter, sed sola caro et sanguis. (Dannhauer.) Im h. A. ist alles was zu Christo gehört gegenwärtig, aber nicht sacra⸗ mentlich, sondern allein sein Fleisch und Blut. 18. Solum corpus Christi, non anima, non divinitas cum pane parti- cipatur, salva manente unione naturali animae et corporis et personali divinitatis cum corpore Christi. (Hoepfner.) Allein der Leib, nicht die Seele, nicht die Gottheit Christi wird mit dem Brode ausgetheilt, ohne daß dabei die natürliche Vereinigung des Leibes und der Seele und die persönliche Vereinigung der Gottheit mit dem Leibe Christi aufgehoben würde. 19. Christus coenam sacram instituens fuit quidem in statu, non autem in actu exinanitionis. (Quenstedt.) Als Christus das h. A. einsetzte, war er zwar im Stande, aber nicht in dem Gebrauch der Erniedrigung. 20. Christus assedit mensae cum discipulis localiter, sed pani et vino eucharistico adfuit sacramentaliter. (Hoepfner.) Christus saß (bei der Einsetzung) am Tische mit den Jüngern räumlich, aber bei dem Abendmahls⸗Brod und ⸗Wein war er sacramentlich. 21. Singuli communicantes totum accipiunt corpus Christi, non partem, et bibunt totum sanguinem Christi, non aliquot ejus guttas. (Hoepfner.) Jeder einzelne Communicant empfängt den ganzen Leib Christi, nicht einen Theil desselben, und trinkt das ganze Blut Christi, nicht einige Tropfen desselben. 22. Res terrena et res coelestis uno et eodem organo sumitur, non eo- dem modo. (Quenstedt.) Die irdische Sache und die himmlische Sache wird mit einem und dem⸗ selben Werkzeug genommen, nicht auf eine und dieselbe Weise. 23. Christi corpus tantum et sanguis sacramentaliter percipitur ore corporis, totus vero Christus spiritualiter ore fidei. (Quenstedt.) Nur Christi Leib und Blut wird sacramentlich mit dem Munde des Lei⸗ bes empfangen, der ganze Christus aber geistlich mit dem Munde des Glaubens. 24. Ὄργανον δεκτικὸν est naturale et corporeum, sed modus receptionis non est naturalis neque corporeus; inde sacramentalis manducatio dicitur oralis ratione instrumenti. (Gerh.) Das nehmende Werkzeug ist natürlich und leiblich, aber die Art und Weise des Nehmens ist nicht natürlich noch leiblich; daher wird das sacra⸗ mentliche Essen ein mündliches genannt rücksichtlich des Werkzeugs.