# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1862_S91 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Litterarische Intelligenzen. 91 vereinzelt unter den Engländern, senden ihre Kinder, wenn's gut geht, in die Schulen der Methodisten oder Baptisten, wo sie mit der englischen Sprache auch die falschen Lehren annehmen, und selbst in der Stadt sind viele Deut⸗ sche, welche nicht mehr deutsch sind und es gar nicht für nöthig achten, die deutsche Sprache und den Glauben der Väter festzuhalten. Unter den frommen Deutschen aber ist Chiliasmus und schwärmerisches Secten⸗ und Unionswesen sehr verbreitet, und nur wenige sind, die noch am lieben Be⸗ kenntniß der luth. Kirche festhalten und gesunden Glauben zu schätzen wissen. Früher wurde die lutherische sehr kleine Stadtgemeinde monatlich von be⸗ nachbarten luth. Amtsbrüdern besucht, was aber theils nicht genügend gesche⸗ hen, theils der Mehrzahl nicht wichtig genug erscheinen mochte. Auch betrachten viele die lutherische Kirche als eine Secte, in welcher man die Glieder luth. Landeskirchen nicht zu ihrem Rechte kommen lasse, die erst in dieselbe aufge⸗ nommen werden müssen und denn wohl wieder ausgeschlossen werden; und um dieser Dinge willen, mit welcher man wohl hie und da zu scharf verfah⸗ ren sein mag, haben sich sehr viele ferne gehalten und sind auf diese Weise verkommen. Das Schlimmste ist hier, daß sich alles, was außer den Herrnhutern deutsch spricht, auch lutherisch nennt und doch zugleich gegen uns sich feind⸗ selig stellt. Gegenwärtig gehn zwei würtembergische Geistliche eifrig damit um, eine Vereinigung zwischen uns und ihnen und unsern und ihren Ge⸗ meinden zu bezwecken, wir aber können keine Vereinigung mit ihren Lehren als möglich erachten und werden uns hüten Gutes aufzugeben und Böses anzunehmen.“ —— Litterarische Intelligenzen. In der Sebald'schen Verlagsbuchhandlung zu Nürnberg ist kürzlich erschienen: Die Kirche, ihr Amt, ihr Regiment. Grundlegende Sätze mit durch⸗ gehender Bezugnahme auf die symbolischen Bücher der lutherischen Kirche, von Dr. Th. Harnack, ordentl. Prof. der Theologie in Erlangen. Gr. 8 geheftet, 16 Ngr. Bei Gustav Schlawitz in Berlin erscheint: Der Glaube der Väter im heiligen Schmuck der Lieder. 24 Lieder der Kirche mit Randzeichnungen von J. v. B. Erscheint in acht Lieferungen a 22½ Sgr. (Chines. Papier a 1 Thlr.) Die erste Lieferung mit den Zeich⸗ nungen zu „Wie soll ich dich empfangen, Es ist ein Ros entsprungen, Wir glauben all an einen Gott“ ist so eben erschienen. Es ist dies ein Kunstwerk, über welches die Ev. Kz. u. A. Folgendes berich⸗ tet: Die Liebe zu den Liedern unserer Kirche hat eine künstlerisch hochbegabte Dame getrieben, zu eigner Erbauung die schönsten und poesiereichsten dersel⸗ ben, mit Blumen und Arabesken umgeben und zwischen diesen mit passen⸗