# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1862_S70 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 70 Kritik des Berichts der Siebenten Synode der aus Preußen ꝛc. Schutz geben, als daß man hinausthut, der da böse ist. Nachdem die Kinder des Unglaubens ausgeschlossen sind, hat die Obrigkeit wieder nichts mit ihnen als Ungläubigen zu schaffen, denn der weltlichen Obrigkeit steht ja kein Gericht über das Reich Christi, über die Herzen, über den Glauben oder Unglauben zu. Thun aber die Ungläubigen böse Werke, so straft eine christliche Obrigkeit solche mit dem Schwerdt, nicht als Standesglied in der Kirche, sondern als von Gott geordneter Stand in der Welt. Denn das Christliche einer gläubigen Obrigkeit besteht darin, daß sie thut was ihres Berufs ist, in der ihr von Gott gegebenen Ordnung, daß sie also als weltliche Obrigkeit das Böse in der Welt straft, in der Welt Ordnung und Frieden hält und so die Kirche schützt, daß sie sich selbstständig aufbauen kann. Aber nicht daß sie Geizige und Leute, die etwa falsche Banne nicht respectiren, äußerlich straft und zwingt, und so dem weltlichen Gebahren ungeistlicher Diener der Kirche weltlichen Nachdruck und weltliche Durchhülfe giebt. Das heißt die christliche Obrigkeit unchristlich und sie ungöttlichen, antichristischen Bestrebungen dienstbar machen. Gott behüte uns aus Gnaden vor solchen Satans⸗Lehren! Ueber die Zusammengehörigkeit einer. Synode spricht sich Gr. S. 13 näher aus, indem er sich mit seinen „Freunden in Preußen" darüber auseinandersetzt. Er sagt, er habe lange an sich gehalten und erst am 1. Nov. Zeugniß gegen Diedrich abgelegt. Die Zusammengehörigkeit einer Synode, d. h. das, was die Glieder einer Synode unter einander verbindet, führt Gr. zurück auf „die Zusammengehörigkeit der Christen und Christengemeinden". Und das Band, welches diese zusammenhält, soll nun nicht „die freie Liebe", sondern „Gottes heil. Berufung" sein. Er lehrt: „Nach unserer aller Ueberzeugung ist die Kirche des HErrn Jesu, ihrer Natur und Art nach, eine göttliche Synthesis auf Erden, d. h. eine göttliche Zusammenfügung und Katartismos der Heiligen. Ephes. 4, 12. Im Glauben an diese öffentliche göttliche Zusammenfügung sind wir zu einander gekommen und gehören einander an; nicht erst durch die sogenannte freie Liebe und freie Uebereinkunft. Wer auf diese das Zusammengehören der Christen setzen will und nicht mehr auf den einerlei göttlichen Beruf in Christo Jesu, der setzt es auf etwas Menschliches und Veränderliches. Wir setzen unsere Gliedschaft und Zusammengehörigkeit nur auf den göttlichen Beruf zu Christo, womit wir wahrhaftig von Gott berufen sind als ein Leib und ein Geist. — Der Sohn Gottes redet nicht von einem nur inwendigen, sondern von einem öffentlichen kirchlichen Zusammengehören, daran die Welt erkennen und glauben soll, daß der Vater ihn gesandt habe. Joh. 17. Er weiß nur von Einer Heerde, die unter seiner Stimme zusammengehört, für die er das Leben läßt, die ihn kennt, denn er hat sie berufen in Eins mit einem himmlischen Rufe, in welchem sie Leben und volle Genüge haben... Sie sind solche, die Gott erwählt und verordnet hat zur Kindschaft gegen ihn selbst durch Jesum Christum. Der Leib Christi und die Fülle seiner Gnade und Wahrheit." Wie viele Worte und