# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_M rz 1862_S68 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 68 Kritik des Berichts der Siebenten Synode der aus Preußen ꝛc. den Herzen tragen, mit aller Macht sich gegen eine solche Vertretung der Köpfe setzen können, ja müssen. Aber wir leben ja hier in Amerika, wo, Gott Lob! diese ganz gräulichen deutschen Zustände nicht Statt finden. Unsere Gemeinden sind christliche Gemeinden (nicht weltliche Volkskirchen mit einigen untermischten Christen), in denen das Wort Gottes herrscht, kein Spötter, kein Verächter des Wortes wird geduldet. Solche Gemeinden haben aber auch, natürlicher Weise, ihre „Meinungen," ihre Gaben und Mängel, ihre Licht⸗ und ihre Schatten⸗Seiten, wie die Gemeinden zu Korinth, Galatien u. s. w. Begabte Glieder der Gemeinde wissen diesen Meinungen, Zuständen Worte zu geben, und solche werden dann gewöhnlich von „den Köpfen" gewählt als Deputirte. Wie sollen sie auch dazu kommen, andere zu wählen? Der Kopf eines solchen Deputirten vertritt dann recht eigentlich die Köpfe derer, die ihn senden. Wenn nun ein solcher Deputirter auf die Synode kommt, was soll er thun? Soll er nun auf einmal etwas anderes repräsentiren als er selbst ist? Wie soll er das anfangen?! Es ist baarer Unsinn, zu verlangen, daß ein Repräsentant die nicht vertreten soll, die er repräsentirt! — Auch wäre es ein großer Schaden für die Kirche, wenn die Deputirten ihre Gemeinden, d. h. deren Köpfe und Meinungen, nicht vertreten würden. Denn wir in Missouri wenigstens halten die Synoden um unserer Gemeinden willen, und liegt uns darum viel daran, deren Zustände, Meinungen ꝛc. so genau und klar als möglich zu kennen, um uns entweder an ihrem gesunden Glauben zu stärken und uns mit ihnen zu freuen, oder ihre Irrthümer zu widerlegen und etwa aufkeimende bittere Wurzeln frühzeitig aus dem Wege zu schaffen. Was helfen die best gesetztesten, festesten Synodal⸗Kirchengerichts⸗Beschlüsse, wenn die Gemeinden, „die Köpfe" sie nicht befolgen wollen, oder sich ihnen nur äußerlich, mit innerm Widerstreben, fügen? Was ist dem Reiche Gottes damit gedient? Wahrlich! wie „die Köpfe" sind, so ist die Kirche. Gute Synodalbeschlüsse und schlechte Köpfe sind Humbug⸗Synoden, deren es leider hier eine ziemliche Anzahl giebt. — Warum Gr. sich jetzt so sehr gegen „die Köpfe" setzt, ist eben nicht gerade sehr schwer zu begreifen. Er muß es erleben, daß sich in einigen Köpfen seiner Synode, selbst unter den Herren Geistlichen, die wahre biblische und symbolische Lehre von der Obrigkeit in der Kirche, von den Mitteldingen, vom Bann ꝛc. Bahn brechen will. Nun nennt bekanntlich Grabau's Kopf die reine Lehre falsch, missourisch ꝛc.; er befürchtet aber, daß die Köpfe mit der reinen Lehre seinem Kopfe ernstlich sich widersetzen werden, und das will er nicht, sein Kopf soll allein gelten. Das ist das eigentliche Geheimniß dieser Geschichte von den „Köpfen". Auf die Frage, wer das vollziehen soll, was die Synode beschlossen, antwortet Gr.: „die christliche Obrigkeit", „dieselbe so lange sie gläubig ist, regiert nicht in der Kirche mit dem Schwerdt, sondern schützt und pflegt sie nur gegen die Werke und die Kinder des Unglaubens. Und das thut sie als Standesglied in der Kirche, nicht als weltliche Beherrscherin über die Kirche." „Die christliche Obrigkeit soll das Ihrige thun im Ausführen christ⸗