# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_November 1861_S344 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 344 Die romanisirende Richtung des Volksblattes für Stadt und Land. hung zur kathol. Kirche. (!) — — Wir ringen jetzt ... wieder nach leben⸗ digen äußeren Gestaltungen der Verfassung, des Lebens, des Cultus, von denen ein Stück nach dem andern sich verloren hat; aber ganz und recht wieder gewinnen (das ist unsere feste Ueberzeugung) werden wir sie erst dann wenn wir wieder aufgehen dürfen in die geschichtliche (kathol.) Kirche.“— So sagt ferner Hr. Prof. Leo ebendaselbst über die (vermeintlich) wahre Stellung beider Confessionen: „Das wahre Verhältniß ist dies, daß Luther nicht in einer unwahren falschen Kirche geboren, getauft und erzogen ist, sondern in einer rechten, die aber, wie so mancher andere Staat (sic!), das Unglück hatte, von ihren menschlichen Trägern und Führern nicht sach⸗ gemäß getragen und geleitet zu werden.“ — Und weiter unten: „Jede Be⸗ ziehung zur alten (römischen) Kirche, jede Verbindung mit der Mutterkirche hat uns noch aufgebaut, weil nothwendig uns an unser Erbe erinnert, auf dasselbe zurückgeführt; die rechte Rivalität mit ihr, die im Geiste Christi, hat uns noch immer Ehre gebracht — ja! wir brauchen sie so nothwendig, daß wir ohne sie gar nicht bestehen könnten, — daß wir, wenn sie morgen mit einem Schwamm vom Erdboden gewischt wäre, kein Vierteljahrhundert lang uns vor dem Schicksal behüten würden, entweder im Schlamme des Antichristenthums unterzugehen oder von den Winden der Philosophie als Staub verweht zu werden, außer soweit die Staatspolizei uns als Acker⸗ krume benutzte und uns mit ihrem Miste düngte — und gegen ein Wesen, dessen Bestand uns so nöthig ist, wie das liebe Brod, wie der reifenden Frucht der Stengel, durch den sie am Zweige hängt, wagt es (so?) ein pro⸗ testantischer Geistlicher als gegen das Antichristenthum zu schreien!“ — Fer⸗ ner: „Wie bestimmt wir uns von Rom, wie es jetzt ist, geschieden wissen, das wissen wir auch, daß es die andere Hälfte der wahren Kirche Christi ist, das andere Bein, ohne welches wir nicht stehen könnten.“ — —„Das Haupt einer Mutter ist immer sacrosanctum, unter allen Umständen bleibt ihm ein Rest der mütterlichen Würde, sogar im Irrenhause oder Zuchthause bleibt eine Mutter Mutter für ihren Sohn, — und wer will leugnen, daß die römische Kirche unsre Mutter sei, in deren Schooß wir getragen, von deren Brüsten wir genährt worden sind?“ — Einem Gegner erwiedert Leo a. a. O. also: „Er spricht offenbar von einer ganz andern römisch⸗katholi⸗ schen Kirche, als welche ich kenne.... Er spricht von einer römisch-katho⸗ lischen Kirche, in welcher die Autorität des Papstes mehr gilt, als die Au⸗ torität Christi; während ich nur eine kenne, in welcher die Autorität des Papstes allein die Bestimmung hat, dem Lichte Christi zu dienen. Daß sie diesen Dienst anders ordnet als wir, versteht sich allerdings, deßhalb sind wir Protestanten — aber sie hat doch keine andere Absicht und man hört dem Papste nur um Christi willen. Er spricht von einer römisch-katho⸗ lischen Kirche, in welcher man vor Bildern hinsinkt, statt vor dem einigen Arzte; während ich nur eine kenne, in welcher an allen Heiligen nur das Kreuz Christi verehrt wird, was sie in Muth und Geduld getragen haben zu der Christen Heil und der Kirche Christi Verherrlichung. Er spricht