# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1861_S281 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Für den Brockenkorb. — Alles hat seine Grenzen. 281 liche Anzahl von Subscribenten sich gemeldet haben wird. Ein Verzeichniß derselben wird dem ersten Bande beigefügt und jedes einzelne Exemplar auf dem ersten dem Titel vorhergehenden Blatte mit dem Namen des Käufers versehen werden. In der Einladung heißt es: „Bei der in unseren Tagen fast überall erkannten Nothwendigkeit, die seit dem letzten Drittel des vorigen Jahrhunderts entstandenen kirchlichen Gesangbücher durch bessere zu ersetzen, ist das in Rede stehende Werk nicht etwa nur ein unentbehrliches Hülfsmit⸗ tel, sondern wird, wenn nicht abermals Unwissenschaftlichkeit und Unkirch⸗ lichkeit im Bunde den evangelischen Kirchengesang verderben sollen, die aus⸗ schließliche Grundlage jedes derartigen Unternehmens bilden müssen.“ Es ist kein Zweifel, daß von einem Wackernagel nur Ausgezeichnetes zu er⸗ warten ist. ————◆———— (Eingesandt von P. R.) Für den Brockenkorb. Von den Perlen der Weisheit hat Luther noch allemal recht geurtheilt. Höchstens kann man heutiges Tages, weil es für uns leider nicht so viel zu thun gibt, eher dazu kommen, die Schnur zu betrachten, auf die sie Gott ge⸗ zogen hat als jener vielgeplagte Held Israels, der mitten im Kampfgewühl oft weiter nichts wahrnahm, als was die Staubwolke durchblitzte, in die er eingehüllt war. — Möchte nur der „Fortschritt“ unserer Zeit sich immer dar⸗ auf beschränken, die Perlenschnur, die Gott selbst gesponnen hat, am Licht zu betrachten; aber wie oft gefällt man sich darin, auf Zwirnsfäden, die Men⸗ schenhände gedreht haben, nach eigenem Geschmack die Korallen aneinander zu reihen, daß darüber manchmal das ganze Geschmeide der schönen Sula⸗ mith in den Sand rollt! ———— Alles hat seine Grenzen. Die klugen Leute sind eben, wenn sie vom Reich Gottes urtheilen, nicht in ihrem Elemente. Was soll man da von ihnen erwarten? Sie könnten kluge Leute bleiben, wenn sie sich nicht an dem lieben Gott messen wollten! — Da stehen sie nun vor dem Meer der Offenbarung. Sie können und wollen sich nicht wundern. Endlich erspähen sie nahe unter der Oberfläche des kla⸗ ren Spiegels ihr eigenes Antlitz. „Unmöglich“ — sagen sie nun — „kann die See so tief sein, wie die Schiffer vorgeben, die darauf fahren. Wir sollten es nur für der Mühe werth halten, unsere Schuhe auszuziehen, so würden wir bald der Welt Entdeckungen machen, die keinem Pfarrer lieb sein möchten.“ Dank eurer Großmuth, ihr klugen Leute! ————◆————