# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1861_S260 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 260 Theologische Axiome. sein Correlat; d. h., die geglaubte Sache, das durch den Glauben angenommene Verdienst Christi, rechtfertigt. So bereichert nicht die Hand des Bettlers, sondern der geschenkte Schatz und das mit der Hand ergriffene Almosen. Nicht der Mund sättigt den Magen, sondern die genommene Speise. 48. Cum homo per fidem (quam quidem solus Spiritus S. operatur) justificatur, id ipsum revera est quaedam regeneratio, quia ex filio irae fit filius Dei et hoc modo e morte in vitam transfertur. (Concordia.) „So der Mensch durch den Glauben (welchen allein der heil. Geist wirket) gerechtfertiget wird, solches wahrhaftig eine Wiedergeburt ist, weil aus einem Kind des Zorns ein Kind Gottes und also aus dem Tod in das Leben gesetzt wird.“ 49. Regenerationis vocabulum differt a vocabulo justificandi non ratione termini ad quem, sed intuitu termini a quo. Quamquam enim subjectum adaequatum justificationis sit homo injustus, impius tamen ille necessum est ut agnoscat impietatem suam; subjectum vero adaequatum regenerationis et vivificationis ratione termini a quo est homo plane mortuus in peccatis. (Huelsemann.) Das Wort Wiedergeburt ist von dem Worte Rechtfertigung nicht verschieden in Absicht auf den Vollendungspunct, sondern in Ansehung des Anfangspunctes. Denn obwohl die Person, an welcher die Rechtfertigung als nächst nöthige Handlung zu vollziehen ist, der noch Ungerechte ist, so muß doch dieser Gottlose seine Gottlosigkeit erkennen; aber die Person, in welcher die Wiedergeburt und Erweckung als nächst nöthiger Vorgang geschehen muß, ist in Absicht auf den Anfangspunct der völlig in Sünden todte Mensch. 50. Cuicunque propter Christum fide datur remissio peccatorum, illi eo ipso perfecta Christi justitia imputatur, i. e., propter Christum condonatur, quod commissum, et imputatur, quod omissum. (Gerhard.) Einem jeden, welchem um Christi willen durch den Glauben Vergebung der Sünden gegeben wird, wird eben damit Christi vollkommene Gerechtigkeit zugerechnet, das ist, um Christi willen wird ihm vergeben, was er begangen, und zugerechnet, was er unterlassen hat. 51. Essentialia idiomata Dei sunt ἀκοινώνητα omnibus creaturis extra ὑπόστασιν λόγου existentibus. (Gerhard.) Die wesentlichen Eigenschaften Gottes sind unmittheilbar an alle Creaturen, welche außer der Person des (persönlichen) Wortes sich befinden. 52. Etsi Deus, qui est aeterna et essentialis justitia, per fidem in electis, qui per Christum justificati sunt, habitat, tamen haec inhabitatio Dei non est justitia illa fidei, propter quam coram Deo justi pronuntiamur. (Concordia.) „Obwohl durch den Glauben in den Auserwählten, so durch Christum gerecht worden, Gott, der die ewige und wesentliche Gerechtigkeit ist, wohnet, so ist doch solche Einwohnung Gottes nicht die Gerechtigkeit des Glaubens, um welcher willen wir für Gott gerecht gesprochen werden.“ 53. Neque divina, neque humana Christi natura (per se) ad justitiam