# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_September 1861_S258 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 258 Theologische Axiome. enim, quod Lutherus recte dicit: Bene conveniunt et sunt connexa inseparabiliter fides et opera, sed sola fides est, quae apprehendit benedictionem sine operibus, et tamen nunquam est sola. (Concordia.) „Die Rechtfertigung und Erneuerung sind nicht dermaßen von einander geschieden, daß ein wahrhaftiger Glaube unterweilen eine Zeitlang neben einem bösen Vorsatz sein und bestehen könnte, sondern es wird hiemit allein die Ordnung angezeiget, wie eines dem andern fürgehe, oder nachfolge; denn es bleibt doch wahr, daß Dr. Luther recht gesagt hat: Es reimen und schicken sich fein zusammen der Glaube und die guten Werke, aber der Glaube ist es allein, der den Segen ergreifet ohne die Werke, doch nimmer und zu keiner Zeit allein ist.“ 36. Falsum erit, si quis dicat, fidem non posse justificare sine operibus; vel fidem, quatenus caritatem, qua formetur, conjunctam habeat, justificare; vel fidei, ut justificet, necessariam esse praesentiam bonorum operum aut ad justificationem vel in articulo justificationis esse necessariam praesentiam bonorum operum; vel bona opera esse causam sine qua non, quae per particulas exclusivas ex articulo justificationis non excludantur. (Concordia.) „Falsch und unrecht ist's, wer da sagt: daß der Glaube nicht könne rechtfertigen ohne die Werke; oder daß der Glaube dergestalt rechtfertige oder gerecht mache, dieweil er die Liebe bei sich habe, um welcher Liebe willen solches dem Glauben zugeschrieben; oder daß die Gegenwärtigkeit der guten Werke im Artikel der Rechtfertigung oder zu der Rechtfertigung vonnöthen sei, also, daß die guten Werke eine Ursach sein sollen, ohne welche der Mensch nicht könnte gerechtfertigt werden, welche auch durch die particulas exclusivas: absque operibus etc., d. i., wann Paulus spricht: ohne Werke, aus dem Artikel der Rechtfertigung nicht ausgeschlossen werden.“ 37. Non omnia, quae ad veram conversionem requiruntur, etiam ad justificationem pertinent; ad justificationem enim tantum haec requiruntur atque necessaria sunt: gratia Dei, meritum Christi, et fides, quae haec ipsa Dei beneficia in promissione evangelii amplectitur. (Concordia.) „Nicht alles, was zur Bekehrung gehöret, auch zugleich in den Artikel der Rechtfertigung gehöret; in und zu welchem allein gehöret und vonnöthen ist Gottes Gnade, der Verdienst Christi, der Glaube, so solches in der Verheißung des Evangelii annimmt.“ 38. Multa scripturae testimonia non definiunt causam justificationis, sed modum tantum, quem Deus observare solet in introducendis credentibus ad vitam aeternam. (Conr. Dietrich.) Viele Zeugnisse der Schrift beschreiben nicht die Ursache der Rechtfertigung, sondern nur die Art und Weise, welche Gott zu beobachten pflegt in Einführung der Gläubigen in das ewige Leben. 39. Non quod adest, statim causa est. (Id.) Was bei einer Sache ist, ist nicht sogleich deren Ursache. 40. Non semper, quod post hoc, propter hoc.