# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1861_S219 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Kirchlich⸗Zeitgeschichtliches. 219 40 Confirmationsscheine mit biblischen Bildern. Entworfen und ge⸗ zeichnet von J. Frankl, in Holz geschnitten von A. Gaber. 2. verbess. Aufl. Neu⸗Ruppin 1860. Selbstverlag des Herausgebers (C. Räthjen). Zum Besten seiner Kreuzkirche. Sauber in Farbendruck und Etuis. 20 Ngr. gegen baar beim Herausgeber. 2 Hefte für 1 Thlr. „Indem die meisten der reichlich vorhandenen Gedenkblätter für Confirmanden an subjectivem Be⸗ lieben leiden, tragen diese Scheine ein ächt kirchliches Gepräge und sind mit sinnigem Geschmack entworfen und ausgeführt.“ Bei F. Mylius, Leipzig, Petersstraße No. 48 sind zu haben: Past. M. Zuckschwerdt's Schreibbücher für Volksschulen. „Diese Schreibbücher, deren Verwendung in den Schulen das hohe Königliche Ministerium des Cultus und des öffentlichen Unterrichtes zu genehmigen geruht hat, bieten bei äußer⸗ ster Wohlfeilheit eine auf jedes Bedürfniß berechnete Einrichtung. Sie bestehen je aus 4 Bogen gutem, theils einfach, theils doppelt für Deutsch und Latein liniirten, aber auch nicht liniirten Schreibepapier, in geschmack⸗ vollen Umschlägen mit sehr gelungenen Original⸗Illustrationen zu Luthers kleinem Katechismus, nebst auf der Rückseite beigedrucktem Text. Die bis jetzt erschienene Lieferung enthält 20 verschiedene Illustratio⸗ nen zum I. und II. Hauptstück, denen ähnliche zu dem III. Hauptstücke und den heiligen Sacramenten im Laufe dieses Sommers folgen werden. Preis per Dutz. in Hoch⸗ und Querquartformat Brutto 12 Ngr. mit entsprechendem Rabatt.“ Kirchlich⸗Zeitgeschichtliches. I. America. The Lutheran and Home Journal. Während dieses Blatt manches Gute im Gegensatz gegen die Schmucker'sche Theologie enthält und den Symbolen das Wort re⸗ det, so sehen wir mit Bedauern, daß es dabei den Chiliasmus in Schutz nimmt und unter Anderem in der Nummer vom 17. Mai zu erweisen sucht, daß diese Schwärmerei keines⸗ wegs in der Augsb. Conf. verworfen sei. Damit kommt das Blatt auf eine Deutelei des symbolischen Textes, die es nothwendig auf die alte „americanisch⸗luth.“ Fährte zurück führen muß. Politik und Religion. Wie sehr der Americaner geneigt ist, Politik mit Reli⸗ gion und Religion mit Politik zu vermengen, davon begegnet man gegenwärtig Belegen fast in jedem öffentlichen Blatte. Nach dem „Evangelisten“ vom 18. Mai wird in dem dies⸗ jährigen Bericht der americanischen einheimischen Missionsgesellschaft, die meistentheils von Presbyterianern neuerer Schule und von Congregationalisten gebildet wird, von der Fahne der V. Staaten gesagt: „Dieses Banner kommt an Heiligkeit der Kreuzesfahne zunächst.“ Genanntes Blatt vom 25. Mai theilt aber auch Folgendes mit: „Pfr. Van Dike's (presb.) Kirche in Brooklyn, N. Y., mußte vor einiger Zeit die Unionsfahne aufziehen, weil eine drohende Volksmasse es verlangte. Nach einigen Tagen wurde sie wieder eingezogen. Dann verlangten einige Glieder der Gemeinde, daß sie wieder aufgezogen werden sollte. Aber der Pastor sagte, er wollte lieber abdanken, denn unter einer andern Fahne predigen, als der Fahne Christi. Da unterblieb das.“ In derselben Nummer legt der Evangelist folgendes Zeugniß ab: „Wir finden in der Lebensbeschreibung Zwingli's, daß er von der Canzel herab ganz frei über Politik sprach. In diesem Stück unterscheidet sich der in