# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Juli 1861_S213 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Die deutschen Lutheraner in America ꝛc. 213 derlich in Pennsylvanien. Mit einer Vorrede von Dr. J. L. Schulze. Halle, 1787.“ Wir theilen hieraus Folgendes mit: So heißt es in einem Briefe des Pastors Dr. J. H. Ch. Helmuth, damals in Lancaster (später wurde er Pastor in Philadelphia), an Freyling⸗ hausen vom 25. Aug. 1775: „Es werden durch das ganze Land große Zubereitungen gemacht, und ist beinahe alles unter dem Gewehr. Der Eifer ist nicht zu beschreiben, der sich in diesen betrübten Umständen äußert. Wo hundert Mann verlangt werden, stellen sich sogleich viele über die Zahl ein, welche aber, weil man sie nicht alle braucht, zu ihrer nicht geringen Unzufriedenheit abgewiesen werden. Meine wenige Bekanntschaft mit der Geschichte weiß von keinem ähnlichen Zustande. Gegenden, von welchen man hätte glauben müssen, es würden Jahre lang darauf gehen, bis die Leute freiwillig unters Gewehr gingen, sind, so bald die Nachricht von dem ersten Vorfall bei Lexington in Neu⸗ England bekannt wurde, in wenig Wochen ganz kriegerisch geworden. Quä⸗ ker, Menonisten ꝛc. exerciren mit und verleugnen in großer Anzahl dabei ihre sonstige Religions⸗Principien. Das rauhe Getöse des Krieges höret man stündlich auf den Gassen. Der Allwissende weiß allein, was das Ende dieses betrübten Zeitlaufs sein wird. England hat es freilich mit seinen Sünden verdient, wenn Gott einen Riß zulassen sollte, allein dieses Land hat es eben so wohl auch ver⸗ dient, wenn es Gott nachdrücklich heimsuchte. Das Seufzen und Herzens⸗ Wunsch aller Redlichen ist, daß doch der HErr das Herz unsers theuersten Königs wieder zu uns wenden, uns bei den einmal ertheilten Freiheiten zu lassen und so wieder in Friede mit der Krone verbinden möchte, unter welcher dies Land so glücklich regieret worden ist. Die gegenwärtigen Unruhen thun dem Christenthum keinen geringen Schaden. Jedermann ist begierig, wie dort die Athenienser, immer etwas Neues zu hören, und vor den vielen Neuig⸗ keiten wird leider dem guten alten Worte Gottes der Weg zum Herzen ganz versperrt. Der HErr schlägt die Menschen, aber sie fühlens nicht. Die, von denen die Gefahr noch entfernt zu sein scheint, sind sicher, und die, welche der Jammer schon betroffen, sind erbittert und denken nur auf Rache. In der americanischen Armee gibt es viele Prediger, welche die Function eines Lehrers und Kriegs⸗Officiers zugleich bekleiden. Wie ich selber zwei kenne, davon der eine ein Oberst, und der andere ein Capitain ist. Es ist nichts seltenes, daß man die, welche an Seiten der Americaner erschossen werden, von manchem Prediger für Märtyrer öffentlich herausstreichen höret. Die Leute sind meistens alle in einem völligen Enthusiasmus, die Freiheit betref⸗ fend. Das ganze Land, von Neu⸗England an bis nach Georgien, ist eines Sinnes, Leib und Leben daran zu wagen, ihre Freiheit zu behaupten. Die⸗ jenigen Wenige, welche anders denken, dürfen doch nicht anders reden. Sind ja einige so unvorsichtig, so gehen sie so übel an, daß es andern vergeht, sich das geringste gegen die einmal eingeschlagenen Wege merken zu lassen. In Philadelphia sind die englischen und auch deutschen Schüler in Soldaten⸗