# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_Februar 1861_S58 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 58 Literarische Intelligenzen. und da als Zwischenredner eingetreten und dann mit den kürzesten dürrsten Worten, ohne alle eigene Zuthat, und nur in einigen wenigen Fällen hat er in einer Anmerkung sein Urtheil oder eine Erläuterung beigefügt. Die Auswahl betreffend ist er mehr auf Anschaulichkeit als Vollständigkeit bedacht gewesen, er hat Manches beiseits liegen gelassen, um denen, die er reden ließ, Raum zu vergönnen sich auszusprechen; er ist über manche Zeiten und Begebenheiten kürzer weggegangen, um Hauptepochen und Vorkommnisse mehr hervortreten zu lassen — und hat die Auswahl des Stoffes unparteiisch also zu treffen gesucht, daß es dem Leser möglich werden möchte, sich selbst ein Urtheil zu bilden." Bei Schaefer und Koradi, S. W. Corner 4 Str. u. Wood Str., Philadelphia, ist vorräthig: 1. Das erste Hauptstück des kleinen Katechismus Lutheri, das sind die zehn Gebote, ausgelegt in Predigten für das christliche Volk von K. H. Caspari, Pfarrer in München. 3. Auflage. Stuttgart, 1857. Steinkopf. kl. 8. 192 S. $0.25 portofrei. „Bei Abfassung dieser Katechismuspredigten hat der Verfasser" — wie derselbe im Vorwort erklärt — „jenes Wort Luthers nicht aus dem Sinne bringen können: „„Es kommen in die Kirche arme, kleine Kinder, Mägdlein, alte Frauen und Männer, denen ist hohe Lehre nichts nütze, fassen auch nichts davon, und wenn sie schon sagen: ei, er hat köstlich Ding gesagt und eine gute Predigt gethan, da man sie aber fragt: was war es denn? so sagen sie: ich weiß es nicht! Man muß den armen Leuten weiß weiß, schwarz schwarz sagen aufs Allereinfältigste, wie es ist, mit schlechten deutlichen Worten.““ — Es ist dem Verfasser auch nicht darum zu thun gewesen, allerlei Neues und Eigenthümliches zu geben, sondern im Gegentheil vornehmlich das, was entweder als Auslegung unserer Väter, oder als Auslegung der „„Weisheit auf der Gasse““ ein Alter und eine auf das historische christlich deutsche Volksgemüth sich stützende Bewährung hat. Jene Auslegung kann man durch Studium sich aneignen, und daß der Verfasser sich dies nicht hat verdrießen lassen, wird hoffentlich das Büchlein beweisen, in welchem die älteren kirchlichen Katechismus-Erklärungen in jeder Weise nach Inhalt und Form benutzt sind, — diese Auslegung muß aus dem Volksmunde erlauscht und oft errathen und geahnt werden." 2. Historisch-musicalisches Handbuch für den Kirchen⸗ und Choralgesang. Von Dr. L. Kraußold, k. Consist. Rath und Hauptprediger in Bayreuth. Mit zwei Notenbeilagen. Erlangen, Deichert. 1855. 8. 194 S. $1.25. Inhalt: 1. Kapitel. Vom römischen oder gregorianischen Choral. 1. Abschnitt. Geschichte des kirchlichen Gesangs bis Gregor: Ursprung des Gesangs in der christlichen Kirche — Gesänge der ersten Christen — Gesangsweisen. Ambrosianischer Gesang — Einfluß der Cantoren in Singschulen der alten Zeit auf den kirchlichen Gesang. — Gregorianischer Gesang. Allgemeine Beschaffenheit — Entwickelung des Tonsystems — Tonleitern. Tonarten. Gesangsgattungen des gregorianischen Chorals. 2. Abschnitt. Von